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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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MyNeigborhood - mit Liebe zum Detail

Vor kurzem ist mit MyNeigborhood eine Nachbarschafts-Community online gegangen. Die nicht-kommerzielle (!) Plattform will Menschen in Großstädten wieder näher zusammenbringen. Die Macher beweisen dabei viel Liebe zum Detail.

My Neigborhood - Hintergrund
My Neigborhood - Hintergrund

Auch wenn MyNeigborhood aussieht wie Facebook ist es doch vom Ansatz her ganz anders. Grob gesagt kann man in seiner Nachbarschaft Orte empfehlen sowie Dienstleistungen und Dinge anbieten. Dazu kann man wie üblich Freunde sammeln, Nachbarn einsehen etc. Auch gegruschelt darf werden, in diesem Fall heißt die Funktion "knock, knock".

Auch bei Gründerszene steht noch etwas mehr - demnach plant Geschfätsführer Nils Andres auch die Einbindung bestehender Plattformen wie MySpace, Linked-In oder Flickr geplant, oder auch die Integration von aktuellen Ebay-Angeboten oder anderen Tauschbörsen.

Offiziell will die Agentur Komjuniti des Brand Science Instuituts "die Bildung von Sozialen Netzwerken in lokalen Umgebungen wie Stadtvierteln und Straßenzügen großer Ballungszentren fördern". Man wolle Nachbarn zusammenführen, die Hilfsbereitschaft unter Nachbarn beim Umziehen oder der Gartenarbeit transparenter zu gestalten und zu verbessern. Also eine echte Social Community offline fördern. Etwas mehr dazu gab's schon vor längerer Zeit in einer Pressemitteilung.

Wirklich hübsch ist, dass schon zum Start viel Liebe zum Detail zu erkennen ist. Um nur einige Beispiele zu nennen: Man kann sich einen eigenen Avatar zurecht klicken, alle Orte lassen sich auf Google Maps darstellen, die letzten Aktivitäten werden auf der Startseite dargestellt, bestehende Kontakte aus Gmail et al. lassen sich importieren, usw. Bis hin zum Hintergrundbild ist die Seite wirklich hübsch gemacht.

Wenn es jetzt noch stimmt dass ich meine Aktivitäten irgendwann in I-Pods und T-Shirts tauschen kann, wunderbar. Allerdings mangelt es da noch etwas an Kommunikation via Blog oder ähnliches. Das habe ich deshalb mal per Mail angefragt. Die Reaktion darauf poste ich dann ggf. hier.

Update von 15:14 (das ging schnell) - Nils Andres per Mail: So, nun zu den Social Points: Wir haben diese Punkte eingeführt, um alle Nachbarn, ihre Beteiligung an MyNeighborhood zurückzugeben, die Social Points stellen damit so etwas dar wie Aktien an einer klassischen Kapitalgesellschaft (was momentan von unseren Anwälten fleißig ausgeklügelt wird, damit das auch rechtlich dicht ist) – die Social Points können ab einem anderen Zeitpunkt aber auch gegen kleine Goodies eingetauscht werden, so etwas wie Tshirts (nein, kein MyNeighborhood J) oder Ipods etc. sofern der User diese Sachen eintauscht verliert er die Anzahl der Punkte, die er einlöst (also gleichzeitig ein wenig PayBack dabei), und angedacht ist (wenn es hier jemals kommerziellen Kram wie Banner;netzwerbung etc. geben sollte) auch eine Beteiligung an den Werbespendings ähnlich wie GoogleAdsense, so dass Du die Möglichkeit hast, darüber Geld zu verdienen, hierzu wollen wir aber alle MyNeighborhood zu einem gewissen Zeitpunkt fragen, wie wir was machen, um eben die Community demokratisch entscheiden zu lassen.

Kritiker würden spätestens jetzt aufschreien und meinen, dass das wieder einmal alles Kommerzkram ist und unser Anliegen mit den Social Points so etwas ist wie ein Add-on um Menschen von einer Community in eine andere Community zu ziehen, dass haben wir aber nicht vor und allen Skeptikern werden wir zeigen, dass wir es mit dem sozialen Charakter ehrlich meinen, gerade in den Zeiten der absoluten Transparenz wäre so etwas nicht vorstellbar. Wir verdienen unser Geld mit anderen Mafoprojekten, helfen Unternehmen auch im Web2.0 Bereich, aber MyNeighborhood ist hier wie ein Wiki zu verstehen.

Zu Blogs und Mails usw. – bitte nicht böse sein, wir sind gerade in der Startphase und werden da sicherlich noch einige Sachen machen, nur fehlt uns einfach die Zeit, diese Sachen richtig anzupacken – Wir werden MyNeighborhood deshalb auch öffnen, so dass alle Menschen die Interesse an einer Mitwirkung was Programmierung angeht eingebunden werden, natürlich auch wieder belohnt werden mit Social Points, da ja hier etwas getan wird für die Community.

Kommentare (3)


(Gerd, 28.08.2007, 16:46 Uhr #)

Noch recht leer, die kleine Social Community. Aebr tatsächlich nett gemacht.

Webvogel: Dreist ist geil
(Jan, 31.08.2007, 13:50 Uhr #)

Ist dir eigentlich nichts aufgefallen an der "hübschen" Website? Dann mach mal die Augen auf!

hübsch...
(Peter Schink, 31.08.2007, 13:52 Uhr #)

Na, das Klauen von Texten weil man zu faul ist sie selbst zu schreiben kommt mir bekannt vor. Pfuideibel.