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Wikipedia und die Zensur in China

Während Google und andere sich in China selbst zensieren, um der staatlichen Zensur nicht komplett zu unterliegen, will Wikipedia-Gründer Jimmy Wales einen anderen Weg gehen. Er reist zu Gesprächen in das Reich der Mitte.

Jimmy "Jimbo" Wales<br/> (Quelle: Flickr, CC)
Jimmy "Jimbo" Wales
(Quelle: Flickr, CC)

"Jimbo" kündigte auf der dreitägigen Wikimania-Konferenz in Taiwan an, er wolle im September zu Gesprächen nach Peking reisen. Dort wolle er mit der Regierung über die Zensur der Wikipedia reden.

Laut Radio Taiwan International will sich Wales dabei keineswegs nachgiebig zeigen. Eine Selbstzensur werde es nicht geben, so der Wikipedia-Gründer.

Ganz ehrlich: Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Wer Wales kennt, weiß dass der Mann einige Grundsätze hat. Zudem würde die Kredibilität der Online-Enzyklopädie wohl extrem leiden, sollte es jemals eine Selbstzensur geben. Damit wäre das Mitmachprinzip nahezu obsolet – weil eine Vielzahl an Wikifans dem Projekt vermutlich enttäuscht den Rücken kehren würden.

Spannend aber ist die Frage, wen Wales in Peking wohl treffen wird und welches Ziel er verfolgt. Und: Was erwarten sich die chinesischen Behörden von den Gesprächen?

Als fleißiger Leser der Wiki-Mailinglisten vermisse ich im übrigen das Thema dort… oder habe ich da was überlesen?

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Am Rande noch eine völlig andere, hübsche Anekdote: Jimmy Wales und sein Streit mit der Encyclopedia Britannica um sein Geburtsdatum Encyclopedia Britannica hat nun ein Ende.

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