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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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DLD in München: Sonnenaufgang im Internet

In München findet seit heute der inzwischen dritte "Digital Lifestyle Day" statt. Die Speaker-Liste ist mal wieder großartig... Bereits am ersten Tag unter anderen: Niklas Zennström (Skype), Caterina Fake (Yahoo/Flickr), Nicolas Negroponte (MIT/100-Dollar-Laptop), Martin Varsavsky (FON).

Erstes Panel (from Björn/Flickr)
Erstes Panel (from Björn/Flickr)

Zum dritten DLD sind trotz Start am Sonntag bereits erstaunlich viele Teilnehmer angereist, im ersten Panel ging es am Nachmittag um nichts geringeres als "The Future's Future". Caterina Fake bringt es auf den Pukt: Das Internet ist dabei, zentrale Infrastruktur zu werden. Das gilt für Menschen, für Firmen, natürlich für Medien.

Eine weitergehende Antwort verlor sich leider zunächst in der Frage, wie das Internet sich auf Firmen auswirkt - und deren Möglichkeit mit ihren Kunden zu interagieren. Klar, das Internet ist eigentlich nur eine Plattform, die viel verändern wird. Unter anderem die Geschwindigkeit und die Art, Produkte zu produzieren und unters Volk zu bringen.

Aber wie Caterina so schön sagt: Zentral ist nicht unbedingt die Frage der Technologie sondern das veränderte Nutzerverhalten. Bloggen ist für eine große Zahl von Menschen inzwischen selbstverständlich. Web 2.0 ist demnach nur eine Rückbesinnung auf das, was das Web von Anfang an sein sollte: Die Möglichkeit für alle, nicht nur zu konsumieren sondern auch sich selbst einzubringen und zu produzieren. "We are currently at the sunset of the web".

Digital Lifestyle Day
Digital Lifestyle Day

Niklas Zennström sagt dazu auch was hübsches: Es gibt noch viele Wirtschaftszweige, in denen die Möglichkeiten zur Innovation kaum genutzt werden. Dabei müsse man heute keine große Firma gründen, um im Internet eine gute Idee umzusetzen. In der Regel müsse man noch nicht einmal großartig in Marketing investieren - nur das Produkt müsse gut sein.

Zum großen Sinn des Ganzen, zur Frage, was das Internet der Menschheit eigentlich bringt, lieferte Thierry Antinori (Lufthansa) eine diskussionswürdige Antwort: "Technology and Mobility are providing freedom, because they bring transparency and wealth." Ob das so uneingeschränkt stimmt, gerade vor dem Hintergrund der wachsenden digitalen Kluft, wird wohl später am Tag Nicolas Negroponte noch beantworten... immerhin hat der immer noch große Probleme, Notebooks in die Dritte Welt zu bringen - weil selbst für so ein billiges Gerät schlicht das Geld fehlt. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass der Sinn des Projekts ja nach wie vor umstritten ist...

[Für alle kurzentschlossenen Münchner Blogger: Heute Abend gibt's noch ein nettes Geektreffen...]

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