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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Web 2.0 bleibt Konsum-Internet

Jakob Nielsen gilt als Usability-Vordenker. Er hat vor einigen Tagen kritisch über Ungleichheit im Internet nachgedacht - und beschreibt anschaulich die 90-9-1-Kurve.

Der Hype um "Web 2.0" geht gerade erst so richtig los. Communities und Mitmachweb haben das Interesse der großen Geldgeber geweckt, weil dort inzwischen große Umsätze erwartet werden.

Zumindest die Nutzerzahlen und Page Impressions von Community-Websites sind enorm. Einen interessant dissonanten Beitrtag hat nun Jakob Nielsen verfasst. Er fasst zusammen, was eigentlich schon immer klar war: Die Partizipation im "Web 2.0" gibt es eigentlich nicht, zumindest für einen großen Anteil der Nutzer von Social Software.

Neunzig Prozent aller Surfer sind Lurker, so Nielsen, lediglich neun Prozent beteiligten sich von Zeit zu Zeit, ein weiteres Prozent bilde die Gruppe der Heavy-User. Bestes Beispiel für diese These sind Seiten wie Wikipedia, Qype, Youtube oder die Readers Edition, die für Nutzer sehr attraktiv sind, ohne dass diese auch selbst partizipieren. Nielsen zieht für die These auch die vielen Blogger heran, die nur sehr selten bloggen (bei geschätzten 55 Millionen Bloggern gibt es nur etwa 1,6 Millonen Posts pro Tag).

Ich persönlich würde das Prinzip ja fast auf alle Bereiche des Lebens anwenden, also zum Beispiel Diskussionsrunden (Webmontag...), oder gesellschaftliches Engagement. Es gilt jedenfalls auch für Web-2.0-Anwendungen.

Für das Internet geltne nun allerdigns etwas verändeerte Spielregeln, wie auch Nielsen schreibt. Schon das Surfen auf einer Website kann ein Teil von Partizipation sein ("Nutzer, die dieses Buch gekauft haben, haben auch dieses Buch gekauft") und einige Websites machen ohne Partizipation sowieso kaum Sinn, also zum Beispiel a href=http://www.flickr.com>Flickr oder a href=http://www.openbc.com>openBC.

Die wirklich erfolgreichen Seiten werden deshalb überwiegend nicht diejenigen sein, auf denen reiner Konsum möglich ist (wie zum Beispiel im Laufrausch :) sondern diejenigen, die den Surfer quasi zur Partizipation zwingen. Und um eine Kritik an dieser These gleich vorwegzunehmen: Ausnahmen wie Youtube bestätigen nur die Regel.

Kommentare (2)


(Crappy, 29.10.2006, 16:17 Uhr #)
Also sorry, aber es gibt mehr als genügend Web 2.0 gehypte, die viel schnick schnack und 300kb große Webseiten machen ohne richtigen Content udn die Seiten einfach nur Müll sind. Das zieht das Image von web2.0 in den Müll und verfremdet es dazu.

Freunde
(Angie, 04.07.2007, 00:47 Uhr #)

Hallo, hat jemand von euch Lust in meine http://www.freunde-sind-das-beste.de/?friends=93698217 Freundesliste einzutragen ?