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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Lokalisten: Mr. Spreadshirt kommt zu spät

Wo hatte ich nur meinen Kopf, fragt sich nun Lukasz Gadowski von Spreadshirt, nachdem ProSiebenSat.1 bei den Lokalisten eingestiegen ist - er selbst aber kein interesse hatte. Gegenfrage: Wie bemisst man den Wert von Web-2.0-Unternehmen?

In seinem eigenen Blog schreibt Lukasz Gadowski, der bekanntlich selbst Geld zu verteilen hat, über den Einstieg von ProSiebenSat.1 bei den Lokalisten. Seine Vermutung: Es wird nicht bei dem Anteil von 30 Prozent bleiben.

Er selbst glaube aber nicht an den Erfolg des Münchner Community-StartUps und habe deshalb auch nicht investieren wollen, schreibt er. Das aber sei wohl eine Fehlentscheidung gewesen, wie der Deal mit dem Fernsehkonzern zeige.

Da stellt sich mir doch eine entscheidenen Frage: Nachdem die meisten Web-2.0-Unternehmen ja inzwischen verkauft werden, bevor sie überhaupt laufen können (geschweige denn aus den Kinderschuhen raus sind), woran bemisst man eigentlich den Wert von Unternehmen wie Qype, Plazes oder Sevenload? Eins ist jedenfalls klar, Kandidaten wie YouTube sind allesamt eine Option auf die Zukunft - deren Wert allein schon durch "Bubble 2.0" von Tag zu Tag steigen zu scheint.

Wesentliche Eckpunkte scheinen mir nach wie vor zu sein:
1. Die Größe und Aktivität der Community
2. Eine klar definierte (und natürlich interessante) Zielgruppe
3. Das Business-Modell (womit soll Geld verdient werden?)
4. Die Skalierbarkeit (Kosten im Verhältnis zum Wachstum)
5. Die Qualität der Web-Technik
6. Wachstum und Nachhaltigkeit des Wachstums (v.a. Nutzerzahlen)
7. Konkurrenzsituation (ein Beispiel: StudiVZ, Unister, Studylounge)
8. Und natürlich: Entwuicklung von Einnahmen und Ausgaben

Irgendwas Wesentliches vergessen? Nun die Aufgabe für alle, die Geld zu verteilen haben: Man prüfe die oben genannten und alle weiteren Kandidaten auf jeden der acht Punkte ab. Das Ergebnis wäre wohl ganz interessant.

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