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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Google mag keine neuen Produkte mehr

Eine Nachricht, die im YouTube-Kauf ziemlich untergegangen ist, sollte doch nicht ganz unerwähnt bleiben. Google will die Entwicklung neuer Produkte einschränken.

Im Google Blog blieb die Nachricht unerwähnt. Google-Mitgründer Sergey Brin hat laut Los Angeles Times (nur nach Anmeldung) eine Initiative mit dem klangvollen Namen "Features, nicht Produkte" ausgerufen. Die Techniker des Konzerns sollen sich weltweit auf die Weiterentwicklung bereits bestehender Produkte konzentrieren.

Bislang verkündete Vize-Chefin Marissa Mayer weltweit auf Kongressen stolz, bei Google gebe es kleine Entwicklerteams, die schneller als in jedem anderen Unternehmen neue Ideen umsetzten. Man habe gleichzeitig 100 neue Produkte in Planung. Damit ist nun also Schluss.

Kein Wunder, können Nutzer doch inzwischen kaum mehr durchsehen, was Google überhaupt auf den Markt wirft. Allein vergangene Woche launchten zwei Produkte: Google Code Search und die neue gemeinsame Plattform für Writely und Spreadsheets, Google Docs.

Mehr als 50 Produkte hat Google inzwischen gelauncht - viele davon sind aber immer noch stark verbesserungsbedürftig. So Gab es beispielsweise die RSS-Plattform Google Reader schon seit Oktober 2005, erste dringende Verbesserungen wurde aber erst vor wenigen Tagen eingeführt. Beim Messenger Google Talk gab es Dinge wie zum Beispiel einen einfachen Datei-Austausch auch erst nach Monaten, Video-Übertragung fehlt bis heute. Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Google-Produkten, die nur mäßig und unstrukturiert weiterentwickelt wurden.

Wenn Google sich jetzt tatsächlich auf die Weiterentwicklung des bestehenden Portfolios konzentriert, erwarte ich natürlich ab sofort Relaunch-Termine im Wochenrythmus...

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