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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Leben als Wiki - ein Selbstexperiment

In der Vorbereitung des Barcamps sowie eines eigenen Projekts habe ich nochmal ausführlich über die Organisation von Inhalten per Wiki nachgedacht. Daraus ist nun ein Selbstexperiment geworden. Und prompt stelle ich fest: Ich bin nicht allein.

ps.WikiLife - ein Selbstexperiment
ps.WikiLife - ein Selbstexperiment

Ok, der Vorteil eines Wikis ist einfach erzählt. Jeder kann editieren, zudem gibt es keine vorgebene Struktur. Das das Vorgehen geeignet ist, um wahllos Wissen anzusammeln, hat die Wikipedia ja aller Welt bereits bewiesen.

Sowohl beim Aufbau des Web20spot wie auch beim Barcamp Berlin hat sich gezeigt, dass die derzeit verfügbare Wiki-Software auch dazu taugt, zunächst völlig unstrukturierte Prozesse und Wissenseinheiten schnell in eine Form zu bringen. Dabei ist für mich vor allem interessant, dass eine zunächst angenommene Stuktur schnell auch wieder verworfen, ergänzt oder umgeändert werden kann.

Das passt auf mein eigenes Leben geradezu hervorragend. Die vielen täglichen Häppchen (Arbeit, Kontakte, Projekte, Engagement, Ideen, wichtige Daten, etc.) sind inzwischen eine unglaubliche Anhäufung von Wissensbröckchen, die im Laufe der Zeit diffudieren und wieder verloren gehen. So habe ich zum Beispiel vor kurzem eine Internetseite von mir aus dem Jahr 1997 auf der Festplatte entdeckt (in der ersten Zeile stand: "optimiert für Netscape 2.0 oder höher"). Aber ob das wirklich die erste Seite war, die ich jemals geschrieben habe - ich weiß es nicht mehr.

So entstand bei mir in der vergangenen Woche die Idee zu einem Selbstexperiment: Mein Leben, angelegt als Wiki. Realisiert ist die Seite mit DokuWiki, mit abgewandeltem Sandy-Template.

Dort will ich jetzt endlich mal versuchen, die wichtigsten Dinge festzuhalten. Schließlich hat man vor dem Rechner oft mal fünf Minuten Zeit, ein wenig Dokumentation zu betreiben... Über die Jahre könnte so mein persönlicher Erfahrungschatz ansatzweise online abgebildet sein.

Damit das ganze nicht zur privaten Homepage verkommt, wird vorerst nur die Startseite, Kontakt und die Ideensammlung freizugänglich sein. Alle anderen Seiten können "Freunde" sehen, wenn sie sich registriere. Einige Seiten (Geschäftsideen ;) werde ich zudem nur mir persönlich freischalten.

Ich war mir bis heute ja nicht ganz sicher, ob die Idee völlig verrückt ist. Bis heute. Beim Stöbern auf der Seite des Nürnberger Barcamp bin ich auf die private Seite von Joerg Battermann gestoßen, der seit 15. September exakt das gleiche versucht...

Also, mich interessiert jetzt natürlich mal Euer Feedback.

Kommentare (5)

Zufälle...
(Frank Hamm, 04.10.2006, 13:47 Uhr #)
Mittlerweile bin ich bei ähnlichen Überlegungen angelangt. Meine Daten sind übers Netz verstreut (da ein Profil, dort eines...), meine (privaten) Arbeitsgedanken stecken irgendwelchen Dateien herum. Dazu das Kunterbunte aus Tipps und Tricks, die in Dateien auf verschiedenen Rechner oder als Bookmarks in diversen Diensten einsam vergammeln....

Vor ein paar Wochen kam ich zur Überzeugung, dass ich (auch durch David Allens GTD) ein elektronisches Ablagemedium brauche, das eine chaotische Lagerhaltung ermöglicht und dennoch eine (u.U.) nachträgliche Strukturierung ermöglicht.

Auf meinem Webspace begann ich in einem Verzeichnis ... ein DokuWiki aufzusetzen :-)

Leider kommt es immer wieder zu HTTP 500 Fehlern, und mangels Zeit und Prios kam ich noch nicht zur Fehlersuche...

Aufgrund meiner Erfahrungen im Intranet bin ich jedoch der Überzeugung, dass ein Wiki für mich der richtige Weg ist.

Das WikiLife gefällt mir optisch gut, sieht auf den ersten Blick wie ein Blog aus und das erleichtert den ersten Einstieg. Und als Wiki ist auch schnell ein Gedanke gesammelt und späer konkretisiert. Viel Spaß!


(Peter, 04.10.2006, 18:53 Uhr #)
bin natürlich gerne als DokuWiki-Supporter behilflich ;)

Zeitfehler
(Frank, 06.10.2006, 16:01 Uhr #)
Danke für das Angebot. Zur Zeit fehlt mir einfach ein bißchen die Zeit dazu :-)

Werde mich in 2 oder 3 Wochen wieder dransetzen...

P.S. Die Rechenaufgaben werden auch immer anspruchsvoller. Bisher reichte es überall, dass ich addieren kann. Jetzt muss ich Subtrahieren lernen, hm, 6 minus 4 ....

Hui!
(Flo, 06.10.2006, 18:20 Uhr #)
Auf diese Idee muss man erstmal kommen!
(Applaus)
Werde ich auch mal probiern, bisher habe ich lediglich versucht, meine "Infos" als unstrukturiertes Profil (http://floriansiebeck.com/profil) in ein Wiki zu tastaturisieren...

nichts
(maddin, 18.12.2006, 17:31 Uhr #)

nichts