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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Zooomr - Skalierung ist alles

Wieder zurück aus San Francisco. Ich hätte noch so viel aufzuschreiben, komme aber einfach nicht dazu - vor allem nicht, seit ich wieder hier bin. Also mal wieder was anderes: Zooomr. Nein, das "o" klemmt nicht. Die Seite heißt wirklich so.

Zooomr
Zooomr

Zooomr ist eine Photo-Sharing-Website, die der 17-jährige (!) Kristopher Tate als Projektseite ins Netz gestellt hat. Sie funktioniert prima, sogar in 16 verschiedenen Sprachen - bis Mike Arrington in TechCrunch darüber vor fünf Tagen berichtete.

Zunächst ging die Website daraufhin aufgrund zu hohen Traffics total offline, nach einem Umzug auf größere Server ist sie inzwischen zumindest vormittags europäischer Zeit zu erreichen, aber auch dann nur sporadisch.

Was lernt man daraus? Bei der eigenen Website immer darauf achten, dass die Server auch der Zahl der Nutzer gewachsen sind, bzw. die Anwendung auch noch funktioniert, wenn mehr als zehn Leute gleichzeitig auf der Seite sind.

Zooomr - Datenbank da, Bilder weg
Zooomr - Datenbank da, Bilder weg

Klar, Photos verursachen wahnsinnig viel Traffic. Aber auch Datenbanken brechen recht schnell zusammen. Habe erst vor wenigen Tagen eine böse Mail von meinem Provider bekommen, weil meine eigene kleine Bookmark-Sammlung (deren Link ich hier jetzt nicht poste ;) inzwischen die Datenbank auslastet, nur weil sich auf der Seite ein paar hundert Leute pro Stunde rumtreiben.

Wer also eine schöne Web-2.0-Anwendung plant, darf nie vergessen, die Nachfrage zu kalkulieren. So bewältigt Meebo (das nun wirklich nicht jeder kennt) inzwischen 300 IM-Nachrichten pro Sekunde auf 40 Servern, bei Six Apart sind etwa 150 Server damit beschäftigt, zehn Millionen LiveJournal-Nutzer zu verwalten. Plazes kommt dank 300 gleichzeitig aktiver Nutzer mit vier Servern aus. Well.

Dazu gibt es einen schönen Vortrag von del.icio.us-Gründer Joshua Schachter: Things to look out for when building a large application.

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