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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Dotcomtod jetzt total positiv

Dotcomtod ist wieder da, relauncht als Boo- und Supercompany. Und weil im Jahr 2005 alles viel schöner ist als noch zu Dotcomtod-Zeiten, versucht "lanu" auch gleich noch, richtig Kohle zu scheffeln.

Super Idee... boocompany.de
Super Idee...

Ich hatte mich heute morgen wirklich gefreut, dass Dotcomtod wieder unter neuem Namen ("Boocompany") online ist. Die Idee ist immer noch gut und wertvoll, und kommt gerade rechtzeitig zu zweiten Internet-Hype. Dazu herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg.

Was allerdings der gleichzeitige Launch von "Supercompany" soll, frage ich mich schon. Da stellt man mal eben eine billige Kopie von Alex Tews "Milliondollarhomepage" online,verlinkt sie mit "Boocompany" und hofft, mal schnell selbst zum Millionär zu werden. Tolle Idee, völlig neu.

Ich will ja nicht humorlos sein. Aber wer sich so gibt, gerät schnell in den Verdacht, sich von den hippen New-Economy-Fuzzies nicht wesentlich zu unterscheiden. Wer ernsthaft Werbung von den großen Firmen annehmen will (oder noch besser von Poker und co), macht sich unglaubwürdig.

Großartig, dass Don Alphonso gerade hier mal seine Bashing-Allüre beiseite legt und lediglich die Pressemitteilung abdruckt. Großartige Leistung.

Ich wünsche viel Glück beim Geld verdienen. Aber bitte nicht mit meinen Besuchen auf der Homepage von boocompany.de oder supercompany.de.

[Update von 12:11 Uhr] Donalphonso hat in einem Kommentar doch etwas mehr geschrieben. Es handelt sich nicht um Ironie, wie Rainer Sacht zunächst bei IT&W vermutet hat:

Es ist so, Peterschink: sSeit den frühesten Tagen gab es bei DCT die Debatte, wir sollten doch auch mal was Positives machen. Schöne Geschichten präsentieren, nicht immer so negativ sein. Allein schon, weil oft die Frage kam: Wenn der pleite ist, wer kann mir denn dann helfen. So, das wurde jetzt umgesetzt. Man kann darüber streiten, ob die Umsetzung geschmackvoll, sinnvoll oder einfach nur geklaut ist, aber es ist eine Umsetzung. man wird sehen, was daraus wird. Wenn es nicht klappt, wird es eben dichtgemacht, und der nächste renitente Pöbler bekommt zu hören, dass ja keiner repräsentieren wollte.

Sag ich jetzt mal so als Sentinel, nicht als Betreiber, der ich nicht bin.

Kommentare (3)


(Don Alphonso, 24.01.2006, 12:12 Uhr #)
Komischerweise werden an Boocompany andere Massstäbe angelegt als beim Hype um die Million Dollar Homepage. Wie auch immer, wer - auch als Journalist - nachfragt, hätte so eine Antwort bekommen:

"Man muss faierweise sagen, dass die Idee einer Art positiver, kostenpflichtiger Adtressenliste für Internetfirmen schon länger diskutiert wurde - eigentlich schon ab 2001. Das liegt unter anderem daran, dass oft in den Kommentaren die Frage auftauchte: Wenn die schon pleite gehen, an wen kann ich mich denn dann wenden? Oder: ja, die sind mies, aber wir, wir sind super. Oder: ich finde Euch klasse, kann ich bei Euch werben.

Es ist nicht dumm, diese Fragestellungen jenseits von DCT zu kanalisieren. Dass es jetzt am Beispiel der MDH aufgehängt wurde, ist optisch nicht zwingend schön, das gebe ich zu. Aber es passt schon zu DCT. Weil es so hübsch dreist ist."

Wie auch immer, es kritisiert sich leicht als Journalist, wenn man am nächsten Tag dann doch bei Boocompany aufläuft, um die Site nach Themen abzugrasen :-/

na ja...
(Peter, 24.01.2006, 12:38 Uhr #)
Ic finde schon, dass man an "Boocompany" andere Maßstäbe anlegen darf. Schließlich will die Site ja Unternehmen kritisieren. Da muss man schon glaubwürdig bleiben. Bei Alex Tews Milliondollarhomepage war klar, dass er nur Kohle scheffeln wollte. Und davon sollte man sich abheben. Oder?

Ach so: Klar soll "Boocompany" auch Geld verdienen, meiner Ansicht nach auch genre mit Werbung. Aber da muss man sich halt eine Methode ausdenken, mit der man glaubwürdig bleibt...

Und zur Themafindung: Ich schreibe als journalist gerne über Boocompany und suche dort auch gerne Themen. Und ich nenne auch immer schon brav meine Quellen...


(lanu, 01.02.2006, 20:09 Uhr #)
"Was allerdings der gleichzeitige Launch von "Supercompany" soll, frage ich mich schon."

das war gewollt. und die antwort darauf fällt ganz unterschiedlich aus. das war ebenfalls gewollt. deine interpretation des ganzen muss nicht richtig sein.

es macht im übrigen echt spass, zu sehen, dass manche nur in eine richtung denken können und davon ausgehen, dass es andere genauso tun.

nein, ich werde keinem das denken abnehmen und erklären, wie es gemeint ist. wo bleibt da der spass?