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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Die Sache mit dem Fotomodell

Heidi Klum hat mich heute erstaunlicherweise in meinem Erstjob beschäftigt. Warum ein Fotomodell nicht in einer URL verwendet werden will, wird hoffentlich aber nicht zu einem Fall für die Gerichte.

Werbeblogger
Werbeblogger

Also, besagtes Fotomodell will nicht in einem Blog erwähnt werden. Oder anders: Wenn der Vater von Heidi Klum nicht will, dass andere Werbung mit dem Namen seiner Tochter machen, dann ist das wohl sein gutes Recht.

Aber ist eine URL wirklich schon Werbung?

Also, im Lawblog steht dazu ja schon in anderem Zusammenhang, dass die bloße Erwähnung des Namens keine Werbung ist.

Bleibt also noch die Erwähnung in der URL. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass das nicht vor Gericht landet. Die Herren haben ja in der Vergangenheit schon zur Genüge bewiesen, dass sie von der Materie keine Ahnung haben. Das hat sich ja eben erst durch Post des Sozialgerichts Bremen bewiesen. Oder, als Heise dazu verurteilt wurde, alle Forumsbeiträge vor Veröffentlichung zu scannen. Das zu trauriger Berühmtheit gelangte Link-Haftungs-Urteil des Hamburger Landgerichts sei an der Stelle besser gar nicht erwähnt :)

Also, ich drücke dem Werbeblogger die Daumen. Was als trauriges Resümee dieser Posse jetzt schon bleibt ist, dass auch Blogger verdammt aufpassen müssen, was sie schreiben. Und eine gute Rechtschutzversicherung haben sollten, finde ich auch. Das Netz ist eben ein öffentlicher Raum.

[Update, 21:03 Uhr]
Wer auf dem Laufenden bleiben will, dem sei die Hirnrinde empfohlen. Dort gibt es fast minütlich Neues :-)

Und hier gibt es noch ein wenig juristisches: Vertretbar Weblawg und die einschlägige Kanzlei Dr. Bahr

Kommentare (3)

Linkhaftungsurteil?
(Papakiesel, 03.01.2006, 10:33 Uhr #)
Hallo!
Was ist denn am "Linkhaftungsurteil" des LG Hamburgs denn so schlimm? Nur, weil dieses ganzen Leute Unsinn in ihre "Disclaimer" schreiben? Die haben das Urteil weder gelesen noch verstanden.

Das Urteil besagt nämlich, dass man sich eben nicht pauschal von den verlinkten Seiten distanzieren kann - genau gegensätzlich zu dem Quatsch, der in den Disclaimern steht.

Das Linkhaftungsurteil ....
(Peter Schink, 03.01.2006, 12:39 Uhr #)
... ist vor allem deshalb so schlimm, weil die Richter nicht verstanden haben, wie das Internet funktioniert. Man muss doch keine Links setzen, um Inhalte verfügbar zu machen.

Heidi Klum olè!
(Mag, 05.01.2006, 15:48 Uhr #)
Na ja, Abmahnungen und Kostennoten gibt es noch gar nicht und das Ganze wird viel zu hoch gekocht. Unverständlich, wieviel Wirbel darum gemacht wird. Widme man sich besser Berichten über das vorbildliche Engagement von Heidi Klum für Kinderrechte bspw.! ...