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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Internet wird zur API-Sammlung

Yahoo hat inzwischen für nahezu alles eine API, Google nähert sich dem an. Mein Internet verwandelt sich in eine riesengroße Schnittstelle.

Yahoo APIs - hier die Doku für Maps
Yahoo APIs - hier die Doku für Maps

Nach der Übernahme von del.ico.us hatten die Entwickler bei Yahoo nichts Besseres zu tun, als deren API sofort in die eigene Liste aufzunehmen. Die liest sich inzwischen wie ein "Who is Who" der Yahoo-Tools: del.icio.us, Flickr, Maps, Music, RSS Feeds, Search, Search Marketing, Shopping, , Traffic, Travel, Upcoming.org, Widgets.

Google macht inzwischen ähnliche Anstalten: Maps ist ja schon lange "offen", neu hinzu kam in den letzten Tagen eine Schnittstelle für AdSense und die Personalisierbare Homepage.

Bei Yahoo geht man sogar noch einen Schritt weiter. Für die diversen APIs gibt es jetzt neu eine Java-Script-Unterstützung namens JSON. Die soll es noch einfacher machen, mit Hilfe der Yahoo-Datenbanken alles mögliche Hübsche zu machen.

Die Intention ist klar: Die Entwickler draußen sollen mal hübsche Sachen entwickeln und eine tolle Community bilden. Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen natürlich sind Nutzer der eigenen Tools in der Regel auch treue Nutzer. Zum anderen erfinden kluge Köpfe tolle neue Anwendungen, die man sich dann auch wieder einverleiben kann. "Draußen" kommen Leute vielleicht auf Ideen, auf die man selbst nicht gekommen wäre.

Zugegeben, auch unser neuer Web-2.0-Spot benutzt eine Yahoo-API – in der Suche. Aber Schnittstellen sind definitiv zweischneidige Schwerter. Positiv ist das enorme Entwicklungspotential für das Web – und immerhin ist die Pflege der Schnittstellen auch aufwändig. Die negative Seite zeigt sich aber, wenn Firmen wie Yahoo, Google und Microsoft beginnen, mit geistigem Eigentum anderer Leute Geld zu verdienen – zum Beispiel mit den "Yahoo Widgets", wie sie nun heißen.

Aber ich bin schon wieder so kritisch. Das ist doch so gar nicht Web-2.0-Stil. Oder?

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