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Jansson zur Wikipedia-Hysterie

Hatte heute die Gelegenheit, ein Interview mit dem Vorsitzenden der deutschen Wikipedia zu führen. Die jüngsten Änderungen findet er weit weniger aufregend, als das in der Presse bislang dargestellt wurde.

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Kurt Jansson sagte mir, die Tatsache, dass nur noch registrierte Benutzer Artikel anlegen können, halte er für nicht wirklich revolutionär. Immerhin gelte gleiches schon für das Hochladen von Medien und das Verschieben von Artikeln.

Was nun leichter werden soll, sind vor allem die "Putzarbeiten" in der Wikipedia. Kurt Jansson sagt, täglich würden etwa 400 neue Artikel "ordentliche" neue Artikel angelegt - und noch mal in der gleichen Größenordnung Artikel, bei denen einfach mal jemand nur auf einen der rot eingefärbten Links geklickt hat und ein bisschen rumtippt. Viel Arbeit, die nun weniger wird.

Fehler gab es bei der Wikipedia schon immer (ach ne...), sagt Jansson. Aber die Qualität steige, "im statistischen Mittel". Auch er findet aber, dass für den Leser die Artikel-Qualität bislang kaum sichtbar ist (mit Ausnahme der "Exzellenz-Artikel" und der Warnhinweise). Das soll sich ändern. Na dann.

Fehler gibt es übrigens auch in denen, die über die bösen Fehler in der Wikipedia schreiben. Die SZ hat gestern verkündet, inzwischen dürften da nur noch 1500 Artikel am Tag angelegt werden - totaler Quatsch, wie Kurt Jansson mir bestätigte.

Ach, noch eines: Er ist amüsiert, jetzt zum Web 2.0 zu gehören. Da sieht man mal, wie viel Verwirrung der Begriff anstiftet - schließlich ist die Wikipedia ja schon um einiges älter. Ich habe versucht, Kurt zu erklären, dass er trotzdem dazu gehört - dass der Begriff "Read/Write"-Web aber mal wieder besser passen würde.

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