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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Google wenig offenherzig

Google ist ein wirklich wichtiger Teil des Web 2.0. Deren Öffentlichkeitsarbeit lässt aber noch immer zu wünschen übrig. Neuestes Beispiel: Googles Antiviren-Filter.

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Das neue Tool in Googles Mail-Service ist schön, aber nicht wirklich großartig. Bislang gibt es nämlich keinerlei Angabe darüber, was für eine Art Scanner eingebaut wurde und welche Firma die Software für Googles Server liefert.

Nun frage ich mich: Kann man sich darauf verlassen? Kann ich meinen hauseigenen Virenscanner wegwerfen und Google vertrauen? Oder muss ich am Ende fürchten, dass alle Dateien gleich mal auf Wörter wie "Terror" "bombe" "CIA" gescannt werden, weil eine US-Firma mal wieder gute Verbindungen zu den heimischen Geheimdiensten unterhält?

In diesem Fall schadet Google mit dem Mangel an Transparenz nur sich selbst. An anderer Stelle ist Googles Politik inzwischen aber wirklich ärgerlich. Der Konzern sagt nicht, wie lange persönliche Informationen von mir gespeichert werden, wer dazu Zugang hat und was überhaupt gespeichert wird. Immerhin bin ich Google-Account-Besitzer, mein Surf-Verhalten ist deshalb ein offenes Buch für die Kalifornier.

Ich gehöre ja nicht zu der Gattung paranoider Menschen. Aber das ich einem Konzern mal eben alle Informationen über mein Leben im Internet zur Verfügung stelle (Browser-Historie, Mails, News-Konsum, Website-Traffic-Zahlen, etc.) und nicht weiß, was damit passiert, geht mir doch inzwischen ein wenig zu weit.

Weil Google mit seinen wirklich hervorragenden Diensten ein essentieller Bestandteil des Internet geworden ist, ist ein Umdenken in der Konzernzentrale in Mountain View dringend angesagt. Google wird andernfalls seinen guten Ruf bald verlieren.

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