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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Zum Zweiwöchigen erst mal ... austeilen.

Ok, Blog Age ist nun zwei Wochen alt. Weil ich mich in den letzten Tagen wahnsinnig gefreut habe, wie viele Leser das hier schon hat, wollte ich vor etwa sechs Stunden schon mal so etwas wie einen Geburtstagsartikel anfangen. Habe den Text wieder verworfen (zu viel sülz), aber Don Alphonso und Kai Pahl sei Dank, gibts jetzt doch noch einen Text.

ein paar Blogs
nur ein paar Blogs

Also, zuerst ein kurzer Dank an die wahnsinnig vielen Blogger all überall, die mich zuerst und so irwitzig schnell gefunden und verlinkt haben: Netzpolitik, netbib weblog, Connected Web, Schockwellenreiter, Jürgen Luebeck und A geeklife live. Soviel Aufmerksamkeit hätte ich nicht erwartet.

Aber nun doch noch mal was über den Sinn und Zweck von "Blog Age". WArum das? Weil ich heute Abend dann doch nach langer Zeit die 25 Euro investiert habe und das feine Blog-Buch von Don Alphonso und Kai Pahl gekauft habe (bei Dussmann, steht dort übrigens unter "Soziologie" statt unter Medien oder Internet). Nun. Ich habe ja große Lust irgendwann noch eine Replik auf Alphonsos 14 Thesen ("Journalismus - ein dutzend Gründe, warum...") zu schreiben. Später :-)

Dem Buch habe ich nun zu verdanken, dass ich nun ein wenig mehr weiß, warum ich dieses Blog eigentlich angefangen habe. Zwar war mir schon vorher klar, dass ich über das "Web 2.0" aufschreiben will, was in dem Blatt meines Brötchengebers [no link] keinen Platz hat, weil es zu abseitig für die Leser dort ist. Auerdem wollte ich in anderer Weise fortsetzen, was ich von 2002 bis 2004 mit der Manöverkritik gemacht habe.

Schlagseite?!

Beim Nachdenken über die Einführungstexte in Don Alphonsos Buch ist mir klar geworden, was mich an einigen Teilen der deutschen Blogosphäre schon länger nervt. Viele auch der "großen" deutschen Blogs (also in den Ranking-Listen ganz oben auftauchen) haben etwas an sich, was in den US-Blogs anders ist.

Ich lese dreimal in der Woche für die Blogosphäre der Netzeitung die deutschen Blogs. Und oft fehlt mir irgendwas. Nur ein paar Beispiele (die gelten natürlich nicht für alle und nicht für alle Beiträge, klar.):

1. Deutsche Blogs sind häufig kurzweilig. Wenn es sich um ein Thema handelt, dass eine ausführliche Betrachtung vertragen würde, wird nur schnell mal der Originaltext als blockquote eingefügt und verlinkt und schwups, ist das Ganze mit ein oder zwei launigen Sätzen online gestellt. Hey, Verlinkung ist alles. Aber nicht nur und immer. Oft kann man ein paar mehr Gehirnzellen mit einem Thema befassen, oder?

2. Darüber hinaus sind längere Texte in deutschen Blogs sind oft grauenhaft unstrukturiert. Wenn eigene Gedanken aufgeschrieben werden, passiert das ohne Punkt und Komma. Ohne roten Faden und unlesbar. Oft finde ich nette Texte, tue mich aber wirklich hart, beim Lesen bis zum Ende durchzuhalten.

3. Deutsche Blogs sind oft einfallslos im Design und schlecht in der Usability. Ok, die Schuld liegt auch an Wordpress, Blogger.com und Co. Aber auch hier geht deutlich mehr, wenn man will. Nur ein Beispiel, weil ich ja bei Alphonso eh schon auf contra bin: Blogbar.de ist sehr hübsch anzusehen, aber bei rebellmarkt geht's schon los. Z.B.: Der Kalender ist quasi zum sinnfreien Standard geworden. Ich hätte aber eigentlich lieber eine echte Archiv-Funktion mit Überschriften. So gehen die schönsten Texte einfach verloren. Das Thema ist doch von zentraler Relevanz für ein Blog. Ich rede ja schließlich nicht über das fehlende "Print"-Stylesheet...

Jetzt ist aber mal gut

So, jetzt ist aber mal gut. Will ja die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben - und erst recht nicht ins Maul gestopft bekommen :-) Ich will aber heftig rütteln. Damit alles noch besser, schöner und toller wird.

Ich bin mit vielem in meinem Blog auch noch nicht glücklich, und das liegt nicht nur an technischen Mängeln von Leanotype.

Alphonso schreibt in seinen (oben erwähnten) Thesen im Buch "Blogs!", Blogs leisteten, wozu Medien nicht imstande seien. Das ist verdammt richtig. Aber manchmal tun sie ihren Job verdammt lieblos.

In diesem Blog soll ja über das "Web 2.0" geschrieben - neben Social Software und Wikis bilden Blogs meiner Ansicht nach dessen dritte wesentliche Säule. Deshalb soll es hier auch künftig die eine oder andere kritische Auseinandersetzung mit dem Thema geben.

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