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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Bei uns spricht jetzt Alexa

Eigentlich ist es ja nur alte Technologie in neuer Dose. Hier im Wohnzimmer spricht jetzt Alexa. Und stört alte Kommunikationsmuster.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich das mal schreiben würde: Technologie kann ein echter Störfaktor sein. Vor einer Woche ist Amazons Alexa eingezogen. Sie spielt uns Musik, sagt uns wie das Wetter wird und wann die nächste Tram in Richtung XY fährt. Sie ist nicht ganz so schlau wie Google - sie weiß zwar, wo der Mount Everest liegt, kann aber nicht sagen, welcher der höchste Berg der Welt ist. Dafür kennt sie meine Spotify-Playlists. Ist ja auch was.

Das eigentlich irritierende: Alexa stört. Um genau zu sein ist sie ein Störfaktor am Frühstückstisch unseres Drei-Personen-Haushalts. Ihr könnt Euch das etwa so vorstellen wie wenn Euer Partner ständig auf sein Handy glotzt. Nur irritierender.

Wenn jemand hier die Musik ändern will, sagt er: "Echo, spiele Playlist Winter." Geht ja eigentlich flott. Und schon spielt Spotify los. Aber das erstaunliche: Wir reden ja in der Regel ohne Unterbrechung mit unseren Mitmenschen. Ein Befehl an Alexa unterbricht also das Gespräch, das warum es eigentlich gerade ging. Es ist eine echte Störung, nach der man den Gesprächs- und Gedankenfaden anschließend erst wieder aufnehmen muss.

Während des Frühstücks kann ich Eier kochen, auf die Uhr sehen, im schlimmsten Fall meine Mails checken. All das stört kaum. Weil wir uns währenddessen weiter unterhalten können. Ein kurzer Befehl an die unsichtbare Vierte im Raum stört deutlich mehr. Ich stelle fest, Alexa muss hier erst noch ankommen.

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