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PGP ist tot - lang lebe PGP

In den vergangenen Tagen gab es ein paar dezidierte Veröffentlichungen zur Zukunft von PGP. In einem sind sich alle einig: Es ist Zeit, sich mit der Zukunft von PGP auseinanderzusetzen.

Prinzip von PGP
Prinzip von PGP - zu kompliziert?

Es ist eine Binsenweisheit: Obwohl PGP bis heute eine sichere Verschlüsselung möglich macht, wird die Technologie zur Verschlüsselung von Mails nicht oder nur von einem Bruchteil der Menschen genutzt. Vor dem Hintergrund des NSA-Skandals ziemlich bitter, aber auch logisch: PGP gilt bis heute selbst unter versierten Nutzern als sinnvoll, aber wegen seiner geringen Akeptanz als nicht einsetzbar. Ei und Henne beißen sich gegenseitig in den Hintern.

Auf Golem ist nun ein Artikel erschienen, der die Debatte gut zusammenfasst. Darin kommt Autor Moritz Jäger zu einem eher positiven Schlussappell:

"Es wäre wünschenswert, dass sich Entwickler und Unternehmen in einer Initiative zusammenschließen oder sich eine Non-Profit-Organisation - analog zu Mozilla - bildet, die sich der Zukunft von PGP annimmt. Sie sollte die nächste Generation von Anwendungen (und mobilen Apps) entwickeln, die einheitlich und modern zu nutzen sind, die PGP-Funktionen so transparent wie möglich integrieren - mit zusätzlichen Optionen für versierte Nutzer - und den Einstieg rabiat vereinfachen."

Die Herleitung ist das eigentlich interessante, und lässt sich einfach zusammenfassen: PGP totzusagen sei falsch, weil die Verschlüsselung sei Jahren funktioniere - und die Entwicklung eines neuen Verschlüsselungskonzepts genau diese lange Zeitspanne benötigen würde, um überhaupt als sicher gelten zu können. Es fehle nur der "einfach zu nutzende Überbau". Wie recht der Mann hat.

PGP ist tot. Lang lebe PGP :)

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