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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Wozu Drohnen und 3D-Drucker?

Im Jahr 1899 resümierte ein Beamter des US-Patentamts, es sei nun alles erfunden. Man solle das Patentamt doch bitte schließen. Zum Ende des Jahres 2013 lässt sich festhalten: Wir stehen sowas von am Anfang.

Diesen Artikel schreibe ich eigentlich nur, damit meine Enkel mich mal irgendwann für einen visionären Menschen halten können. Aber Spaß beiseite: Das vergangene Jahr hat mal wieder beeindruckend gezeigt, wie rasant der technische Fortschritt inzwischen ist. Wir können kaum noch folgen.

Zwei beeindruckende Beispiele: Inzwischen gibt es handelsübliche Drohnen für Hobby-Piloten, und 3D-Drucker sind erschwinglich für jedermann. Was vor kurzem noch visionär war, ist schon alltagstauglich verfügbar. Der geneigte Late-Adopter fragt sich kopfschüttelnd: Was soll man damit anfangen? Bis solche Erfindungen ihren Platz in der Mitte unserer Gesellschaft finden, braucht es Zeit - immer mehr Zeit, weil wir intellektuell mit der technischen Entwicklung kaum noch mithalten können. Nun. Ich freue mich schon, wenn in zehn Jahren alle Menschen mit ausgedruckten Kaffeetassen im Zug sitzen. Und auf Konzerten irgendwann Drohnenverbot herrscht.

Was bleibt? Entweder ungläubiges Staunen über die schöne Welt neuer Dinge? Einfach nur Kopfschütteln über den Unsinn manchen vermeintlichen Fortschritts? Oder gar die Frage nach dem Sinn des Fortschritts angesichts globaler Hausforderungen?

Eines wird einem da bewusst: Wir haben unfassbar viele Werkzeuge an der Hand, deren Möglichkeiten wir heute kaum ausschöpfen. Weil uns manchmal schlicht die Phantasie fehlt, Werkzeuge mit kreativen Ideen zu verbinden. Wir leben in einer Zeit großartiger Erfindungen. Sie warten nur darauf, angewendet zu werden. Ich freue mich auf nächstes Jahr.

Wie sagte doch ein IBM-Mitarbeiter im Jahr 1969 zur Erfindung des Computerchips: "Aber für was ist das gut?"

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