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Blog Age - das Blog von Peter Schink

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Lasst den Google Reader in Frieden ruhen

Erst war ich enttäuscht. Dann verärgert. Anfang Juli stirbt der Google Reader. Doch eigentlich ist das eine großartige Neuigkeit.

Während in diesen Tagen das überflüssige Google Hotels in Deutschland startet, schaltet Google seines RSS-Reader ab (Launch siehe hier:). Und lügt auch noch augenscheinlich, der Grund seien zu wenig Nutzer. Vermutlich aber hat Google es schlicht nicht geschafft, das Tool zu monetarisieren, bei gleichzeitig hohen Kosten. Das dürfte bei Services wie "Google Hotels" (quasi ein Abfallprodukt aus Google Maps in Kombination mit Daten von HRS und anderen) genau gegenteilig sein.

Das ist die eigentliche Story: Google ist ein halbwegs normales Unternehmen geworden. Profit-orientiert eben. Merkwürdigerweise hat Google es nie geschafft, das Thema RSS-Reader zu monetarisieren.

Doch der Tod des Google Reader ist eine gute Nachricht: Google war mit seinem RSS-Reader zu lange Platzhirsch. Und ging wenig innovativ mit dem eigenen Produkt um, und schaltete sogar Innovatives wie die Social Funktion "shared Items" einfach ab.

Unter Googles Dominanz litt die Konkurrenz wie Feedly oder Newsblur. Die schlicht zu wenig Aufmerksamkeit erhielten. Nun ist wieder mehr Platz für Neues. Weil viele Nutzer gezwungen sind, mit ihren Lesegewohnheitren umzuziehen, lohnen sich Investitionen in Innovationen rund um RSS wieder. Bestimmt auch finanziell. Hüstel.

Lasst den Google Reader mal in Frieden ruhen. Alternativen gibt es genug. Ich bin sicher, wir werden bessere Produkte sehen.

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