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<title>Blog Age</title>
<link>http://www.blogh.de</link>
<description>Bloggen über das Web 2.0</description>
<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:23:00 +0100</pubDate>
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nn<item>n<title>Im Internet ist Hyperdistribution alles</title>
<link>http://www.blogh.de/950/im-internet-ist-hyperdistribution-alles.html</link>
<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:23:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0481_hyperdistribution.jpg" width="179" height="114" alt="Hyperdistribution - Reichweite ist alles" align="left" />
Ich darf Ende März zum ersten Mal in einem Seminar einen strategischen Aspekt von Internetauftritten zu beleuchten: Es geht um die Gewinnung von Reichweite im Netz. Wer da an Suchmaschinenoptimierung denkt, greift zu kurz. Das Konzept heißt Hyperdistribution.n</p>
<p>Erstmals verwendet wurde <a href=http://www.buzzmachine.com/2009/08/25/hyperdistribution/>der Begriff Hyperdistribution</a> vom US-Journalisten Jeff Jarvis im vergangenen August. Er forderte, wenn Journalisten ihre gesellschaftliche Bedeutung behalten wollten, müssten sie sich um eine wesentliche höhere Reichweite bemühen.<br /><br />Im Folgenden führte er auf, welche Kanäle für den Vertrieb journalistischer Inhalte im Netz existieren. Ich komplettiere das hier noch einmal kurz aus meiner Wahrnehmung:<br /><br />- Syndizierung von Inhalten (Kooperationen)<br />- Embeddable Widgets (Websites, iGoogle, Netvibes)<br />- Schnittstellen (RSS, JSON und andere APIs)<br />- Alerts (Newsletter, Mail-Alerts uns SMS)<br />- Plattformen (Mobil, iPhone, Android, iPad, Kindle)<br />- Web-Communities (Twitter, Facebook, MySpace)<br />- Content-Plattformen (Flickr, YouTube, Slideshare, etc.)<br />- Suchmaschinenoptimierung<br /><br />Die Botschaft ist klar: Die Nachricht muss sich ihre Nutzer suchen, nicht umgekehrt. Die wirklich guten Geschichten werden nicht einfach nur verbreitet, sie werden als Link durch das Internet weitergereicht – über Facebook, Twitter oder Blogs. Eine Regionalzeitung oder ein Blogger kann Spiegel Online in der Aufmerksamkeit schlagen, wenn er nur die richtigen Inhalte über den richtigen Kanal streut.<br /><br /><h3>Nur ein paar Blogbeiträge</h3><br /><br />Ein gutes Beispiel dafür ist die Internetzensur-Kampagne im vergangenen Jahr. Blogger bestimmten die Debatte um das Löschgesetz von Familienministerin Ursula von der Leyen. Sie torpedierten die Bemühungen der Ministerin mit immer neuen Detailinformationen über die Unsinnigkeit des Vorhabens. Aus der Debatte im Netz wurde schnell eine Debatte in den Medien.  Die SPD verlor bei der Wahl entscheidende Prozentpunkte für eine Regierungsbeteiligung, Bundespräsident Horst Köhler weigerte sich schließlich, das Gesetzt zu unterzeichnen, mehr als 134.000 Menschen unterschrieben eine Petition gegen das Gesetz. Kern der Kampagne waren ... ein paar Blogbeiträge, die sich rasend schnell im Netz verbreiteten.<br /><br />Hyperdistribution ist als Ansatz nicht neu, aber bei weitem nicht landläufig akzeptiert. In Medienhäusern und Unternehmen fehlt es an Zahlen, Strategien und Umsetzungen für erfolgreiche Hyperdistribution. <br /><br />Einfach zu erklären ist das nicht. Man könnte Managern fehlende Weitsicht vorwerfen, das wäre aber vermutlich zu plump. Vielmehr verändert sich die Kommunikationswelt so rasch, dass für den Einzelnen nicht mehr nachvollziehbar ist, wo sich Menschen (künftig) erreichen lassen. <br /><br /><h3>Es geht nicht nur um Klicks</h3><br /><br />Darüber hinaus fehlen Zahlen und Vergleichswerte, die Hyperdistribution zwingend nahelegen. Wer weiß schon, wie viel Traffic er über die diversen Kanäle auf die eigene Website bekommen könnte? Lediglich die Suchmaschinenoptimierung ist akzeptiert, weil sich herumgesprochen hat, dass einige Websites mehr als die Hälfte ihres Traffics über Google bekommen. Wie viele Klicks lassen sich aber über Twitter oder Facebook erzielen?<br /><br />Im Zweifelsfall wesentlich weniger. Doch bei Twitter und Facebook geht es nicht zwingend um Klicks. Es geht vielmehr um das Gespräch der Menschen, das oftmals nur auf den Plattformen selbst stattfindet. Entscheidend ist, sich an diesem Gespräch zu beteiligen - statt außen vor zu bleiben. Es geht darum, die eigenen Inhalte und Marke ins Netz zu tragen. Da ist die Zahl der Follower auf Twitter wichtiger als die Anzahl der Klicks, die sie anschließend auf der eigenen Website hinterlassen.<br /><br />Darum geht es bei Hyperdistribution: Die eigenen Inhalte ins Netz zu tragen. Erst dann kommen die Nutzer auch wieder zurück. Daran, wie viele Menschen ein Angebot erreicht, bemisst sich die Bedeutung von Journalismus. Reichweite ist alles. Auch wenn sie nicht mehr zwingend auf der eigenen Website gemessen werden kann.<br /></p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/950</guid>
<category>Hyperdistribution</category>
</item>
nn<item>n<title>Nicht alles muss benutzt werden</title>
<link>http://www.blogh.de/949/nicht-alles-muss-benutzt-werden.html</link>
<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 20:38:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0480_schneckenpost.png" width="179" height="238" alt="Echte Schneckenpost" align="left" />
Google Buzz ist so eine Sache. Die Allgemeinheit ist nicht sonderlich angetan von dem neuen Spielzeug. Zu viel, zu schnell, zu unübersichtlich, heißt es. Auch ich habe den Eindruck, ich brauche dieses "Twitter auf LSD" eigentlich nicht. Letztlich aber kommt es auf die Perspektive an. Man nehme zum Beispiel die Geschwindigkeit einer Schnecke.n</p>
<p>Das Experiment, dass ich zur Google-Buzz-Gegenüberstellung verwenden möchte, lässt sich auf der Website <a href=http://realsnailmail.net>realsnailmail.net</a> verfolgen. Dort wird versucht, E-Mails mithilfe von Schnecken in einem Terrarium zuzustellen. <br /><br />Das Experiment musste scheitern. Innerhalb weniger Wochen bekamen die Schnecken viel zu viele Aufträge. Weil sie mit der Schneckenpost hoffnungslos überfordert waren, <a href=http://realsnailmail.wordpress.com/2008/11/12/hundreds-of-snail-mail-snails/>mussten mehr Schnecken besorgt werden</a>. Die Tierchen haben sich vermutlich gefühlt, wie meine Großeltern, wenn sie zum ersten mal Google Buzz benutzen. Zu viel, zu schnell, zu unübersichtlich.<br /><br />Ähnlich wie die Schnecken verstehen viele Menschen das Internet heute nicht mehr in seiner Gänze. Wer nutzt schon <a href=http://drop.io>drop.io</a> zum Tauschen von Dateien, oder <a href=http://postero.us>postero.us</a> zum Lifestreaming? Solche Dinge bleiben vielfach Geek-Spielzeuge, ohne Chance auf Massenverbreitung. Meine Großeltern nutzen da lieber <a href=web.de>web.de</a> zum Mailen und <a href=spiegel.de>spiegel.de</a> zum Lesen von Nachrichten. <br /><br />Um bei der Schneckenanalogie zu bleiben: Meine Großeltern bewegen sich mit der Geschwindigkeit einer Schnecke durchs Netz und fühlen sich dadurch hoffnungslos überfordert. So wie ich mich von Google Buzz überfordert fühle.<br /><br /><h3> Nicht alles, was gedacht und gemacht werden kann, muss genutzt werden.</h3><br /><br />Letztlich aber ist genau das großartig: Jeder nimmt sich im Netz das, was er braucht und anwenden will. Nicht alles, was gedacht und gemacht werden kann, muss genutzt werden. Das trifft auch auf Google Buzz zu. <br /><br />Eine zweite Prämisse gilt im Netz ebenfalls nicht: Nicht alles muss zum Trend werden, um erfolgreich zu sein. Es reicht aus, dass ein kleiner Teil der Nutzer ein neues Werkzeug annimmt. Dann hat es bereits eine Existenzberechtigung. Auch das gilt für Google Buzz.<br /><br />Und jeder darf ein bisschen Schnecke bleiben.</p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/949</guid>
<category>Anmerkungen</category>
<category>Google</category>
</item>
nn<item>n<title>Sind wir nicht alle ein bisschen online?</title>
<link>http://www.blogh.de/946/sind-wir-nicht-alle-ein-bisschen-online.html</link>
<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 20:11:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0478_social-media-week.jpg" width="179" height="134" alt="Welt Kompakt Panel (via @tobetop)" align="left" />
Irgendwie schon merkwürdig. Da sitzen nun etwa 300 Menschen bei einer Veranstaltung der Welt Kompakt bei der Social Media Week. Auf dem Podium wird philosophiert, was das alles nun für die Menschheit bedeutet. Eines ist sicher: Dieter wird gebasht.n</p>
<p>Dieter soll zur Sicherheit <a href=http://www.ausgestiegen.com/impressum/>nicht</a> bei seinem vollen Namen genannt werden. Er hat sich tapfer auf's Podium gewagt, obwohl er Soziale Netzwerke total blöd findet. Im Moment habe ich etwas Angst um ihn, der "<a href=http://www.ausgestiegen.com/>ausgestiegen.com</a>" ins Netz gestellt hat.<br /><br />Alle auf dem Podium sind sich sowieso einig: Wir sind heute vernetzter, die Welt rückt zusammen, wir sind uns näher geworden. Da ist es egal, ob man bei Facebook schon gar nicht mehr weiß, ob ein "Freund" ein guter Freund oder eher ein entfernter Bekannter ist. Ob wir unsere Freunde "adden" oder treffen. Egal, ob man auch zum Telefonhörer greifen könnte. Ob das Gesagte relevant ist oder eigentlich nur sinnloses Gefasel. Ob Pornos schon von 13-Jährigen konsumiert werden oder der Datenschutz bei Facebook kaum stattfindet. <br /><br />Stimmt. Es ist völlig egal. Relevant ist, was wir daraus machen.  Das Internet ist nur die Technik, die alles möglich macht. Der Rest ist Sache von Medienkompetenz, und am Rande auch von Gesetzgebern. Klar, dass wir alle erst noch lernen müssen, wie man die neue Technik nutzt.<br /><br />Es gibt Internet-Skeptiker und Internet-Optimisten. Solche, die die Risiken betonen und solche, die Chancen sehen. Am Ende aber bleibt das Netz sowieso da. Es geht nicht mehr weg. Die Menschen nutzen es. Es verändert unser Leben, immer öfter. Deshalb macht es Sinn nach vorne zu denken und nicht zurück. Wie Sachar so schön auf dem Podium sagt: "Wir müssen noch mehr und nicht weniger darüber nachdenken, was wir erreichen können."</p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/946</guid>
<category>offlinewelt</category>
<category>konferenz</category>
</item>
nn<item>n<title>Erfolg des iPad entscheidet sich an einer Frage</title>
<link>http://www.blogh.de/945/erfolg-des-ipad-entscheidet-sich-an-einer-frage.html</link>
<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 00:24:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0477_ipad.jpg" width="179" height="111" alt="iPad" align="left" />
Die Vorstellung des iPad war wohl die meistbeachtete Apple-Präsentation jemals. Vor Verkaufstart wird nun viel diskutiert werden: Setzt sich das Ding durch? Oder nicht? Und wenn ja, warum? Eigentlich ist die Antwort einfach. Der Erfolg oder Misserfolg des iPad entscheidet sich an einer zentralen Frage.n</p>
<p><bild1>Der iPad eregt die Gemüter. Noch nie ist zur Verkündung eines Apple-Geräts zu viel publiziert worden. Alle Welt fragt sich: Ist das die Zukunft der Endgeräte? Ist der App-Store der Ausweg für sinkende Zeitungsauflagen? Der iBooks-Store die Antwort für die Buchbranche?<br /><br />Andere fragen: Brauche ich ein Gerät, das keine Tastatur besitzt. An dem offensichtlich die Kamera fehlt, die iPhone und Macbook schon lange besitzen? Das zentral für das Surfen im Internet sein soll, aber keine Flash-Seiten anzeigen kann? Andere werden dagegen halten: Tolles Gerät, nicht zu teuer, völlig neue Erfahrung. Und werden kaufen, nur deshalb. <br /><br /><h3>Der Hype legt sich, dann stellt sich die Frage</h3><br /><br />Aber der Hype legt sich. Irgendwann. Vielleicht wird Apple sogar reichlich erfolgreich sein, es werden Nachahmerprodukte auf den Markt kommen (das erste hat Microsoft ja schon angekündigt ;) Die werden etwas kleiner sein, oder etwas größer. Mit Tastatur und ohne.<br /><br />Und spätestens dann wird die Mehrheit der Menschen sich die zentrale Frage stellen: Wie viele Endgeräte will ich besitzen? <br /><br />Digital veranlagte Zeitgenossen haben heute in der Regel zwei. Ein Smartphone, ein Notebook. Desktop-Computer braucht niemand mehr, Netbooks dagegen sind für viele schon ein guter Notebook-Ersatz. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Fernseher braucht eigentlich niemand. Den Empfang eines TV-Signals erledigt der Rechner genauso gut. Ich brauche nur einen schönen und großen Monitor im Wohnzimmer.<br /><br /><h3>Zwei Endgeräte, nicht drei</h3><br /><br />Damit reduziert sich die Anzahl der Geräte eigentlich auf zwei. <br /><br />Das eine muss gerade so groß sein, dass ich es überall aus der Hosentasche ziehen kann, in der Straßenbahn, im Zug und im Auto. Damit muss ich im Netz surfen, telefonieren, Mails schreiben. Dafür gibt es iPhones, Google-Handys und Windows Mobile.<br /><br /><bild2>Meine radikal subjektive Perspektive lautet: Der zweite Rechner muss genau so groß sein, dass ich mit ihm arbeiten und in anständiger Größe ein Bild sehen kann. Will ich komfortabler am Schreibtisch sitzen oder damit Fernsehen, schließe ich daran bei Bedarf externe Geräte (Tastatur, Maus, Monitor, etc.) an. Ein weiteren Rechner brauche ich dafür nicht. Die theoretische Größe dieses Gerätes wäre die eines Netbooks. Oder eben eines ... iPad.<br /><br /><h3>iPad als vollwertiger Rechner?</h3><br /><br />Kann der iPad so ein Gerät sein? Ich bin mir nicht sicher – wegen fehlender Tastatur, mangelnder Software- und womöglich eingeschränktem Dokumenten-Austausch. Da ist die fehlende Kamera noch das kleinste Problem.<br /><br />Ich glaube, Apple wird nachrüsten müssen. Und Netbooks werden eine harte Konkurrenz für den iPad bleiben.<br /><br />Bewährt sich der iPad nicht als vollwertiger Rechner, ist er lediglich ein drittes Endgerät. Ein cooles Spielzeug. Es verliert damit nicht seine Existenzberechtigung. Aber seine Massentauglichkeit. Eine Mehrzahl der Menschen braucht den iPad dann nicht. Damit wäre der iPad zumindest eines nicht: Das ersehnte Absatzgerät für Zeitungs- und Buchverlage.<br /></p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/945</guid>
<category>Launch</category>
<category>iPad</category>
<category>Apple</category>
</item>
nn<item>n<title>Tweetet aus allen Zügen!</title>
<link>http://www.blogh.de/944/tweetet-aus-allen-zuegen.html</link>
<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 09:35:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0475_bahntweets.gif" width="179" height="103" alt="Bahn-Tweets" align="left" />
Während ich dies hier schreibe, sitze ich ironischerweise in einem verspäteten Zug.
Versteht mich nicht falsch: Ich bin ein Freund der Bahn. Ich fahre nahezu wöchentlich mit der Bahn. Da war eine kleine Twitter-Idee naheliegend. Das Ergebnis ist erschreckend.n</p>
<p>Die Idee kam mir bei irgendeiner meiner Bahnfahrten. So benutze ich zum Beispiel nahezu wöchentlich den Sprinter von Berlin nach Frankfurt. Der kostet 13 Euro Aufpreis, weil er 30 Minuten schneller sein soll. Doch bei neun von zehn Fahrten hat der Verspätung. Ähnlich sieht es überall in der Republik aus, verfolgt man die einschlägigen Tweets.<br /><br />So entstand die Idee zu "Bahn-Tweets": Seit heute ist die Website <a href=http://bahntweets.de>Bahntweets.de</a> live. Dort sammle ich Tweets, die im weitesten Sinne mit Bahnfahrten zu tun haben. Von Leuten, die das Hashtag <a href="http://bahntweets.de/db">#db</a> oder <a href="http://bahntweets.de/bahn">#bahn</a> verwenden. Dazu sammle ich Tweets mit Worten wie "ICE", "Verspätung", "pünktlich", "Zug", usw. Die Website funktioniert mithilfe der Twitter-API, die automatisierten Zugriff auf die Suche nach entsprechenden Tweets gewährt.<br /><br />Zusätzlich habe ich eine kleine interne Suche für Bahntweet-Hashtags gebaut. Damit alle Leute auf dem Weg nach <a href="http://bahntweets.de/hamburg">#Hamburg</a> oder <a href="http://bahntweets.de/berlin">#Berlin</a> auch gleich wissen, wo wieder eine Weiche ausgefallen ist.<br /><br />Das Ergebnis: Nahezu im Minutentakt kommen Meldungen von Menschen aus Zügen und von Bahnhöfen. Sie berichten von Weichenstörungen, überheizten Zügen, Triebwagen-Störungen, fehlenden Zugteilen, nicht funktionierenden Reservierungsanzeigen, Umleitungen, überforderten Zugbegleitern.<br /><br />Einige twitternde Fahrgäste sind noch nicht mal mehr überrascht. Verspätungen bei der Bahn sind schon fast normal. Doch normal ist das nicht. Nicht in diesem Ausmaß.<br /><br />Bahntweets dokumentiert diesen täglichen Wahnsinn auf deutschen Schienen. In der Hoffnung, dass das irgendwann mal ein Ende hat.<br /><br />Tweetet aus allen Bahnen!</p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/944</guid>
<category>Launch</category>
<category>ineigenersache</category>
</item>
nn<item>n<title>Rivva flutet jetzt persönlich</title>
<link>http://www.blogh.de/943/rivva-flutet-jetzt-persoenlich.html</link>
<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 15:05:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0474_rivva-buzz.gif" width="179" height="115" alt="Das persönliche Rivva" align="left" />
Frank Westphal hat das schon länger getestet. Jetzt öffnet er das personalisierte Rivva für einen größeren Kreis an Nutzern. Ein Stück Medienzukunft, wie ich finde.n</p>
<p>Das Prinzip, dass Frank <a href=http://blog.rivva.de/archives/2010/1/4/float_on/>in seinem Blog</a> etwas umständlich ankündigt, ist erst mal nicht leicht zu verstehen. Warum soll man sich jetzt per OAuth auf Rivva registrieren?<br /><br />Die Idee funktioniert so: Schon lange aggregiert Rivva fleißig die relevantesten Dinge aus Blogs, alten Medien und Twitter. Doch was für die Masse relevant ist, muss ja nicht für mich wichtig sein. Mit Hilfe von Twitter kann wiederum eine ganz neue Art von Relevanz erzeugt werden: Die meines sozialen Umfeldes. <br /><br />Das neue "Rivva Buzz" ist also die Summe der Empfehlungen meiner Twitter-Freunde. Ich bin ein großer Freund dieses Prinzips, das auch schon die "<a href=http://www.twittertim.es>Twitter Times</a>" und "<a href=http://www.huffingtonpost.com/social>HuffPost Social News</a>" versucht. Es geht davon aus, dass mein Geschmack vermutlich dem meiner Freunde ähnlicher ist als der Geschmack der Masse. Klingt irgendwie wahrscheinlich.<br /><br />Also, Gratulation an Frank. Ich bin überzeugt, den Social News steht eine wesentlich längere Zukunft bevor als den traditionellen Info-Aggregatoren wie <a href=http://news.google.de>diesem</a> oder <a href=http://www.nachrichten.de>diesem</a>.</p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/943</guid>
<category>Twitter</category>
<category>Rivva</category>
<category>Social_News</category>
</item>
nn<item>n<title>Ich bin keine digitale Bohème</title>
<link>http://www.blogh.de/941/ich-bin-keine-digitale-bohme.html</link>
<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 09:40:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0473_kastanienallee.jpg" width="179" height="97" alt="Das Café ist nicht der Kernpunkt" align="left" />
Alle reden jetzt von diesem Internet. Und aller Orten wird es erklärt. Da wird dann von Umwälzungen geredet und davon, dass wir bald alle und immer online sind. Um das Internet zu erklären, braucht es Experten. Die nennt man dann digitale Bohème. Ich kann damit zumindest nicht gemeint sein.n</p>
<p>Dies ist der Versuch einer Abgrenzung. Denn die so genannte digitale Bohème gibt es nicht. Und wenn es sie gibt, möchte ich nicht dazu gehören. Jetzt werdet Ihr sagen: Na klar gibt es die. Das sind so Leute, die wohnen in Berlin, sind clever, machen coole Sachen und bringen das Internet voran.<br /><br />Doch das ist nicht die Definition von Bohème. Der Begriff weist völlig in die Irre. Er beschreibt die Abgrenzung zur Bürgerlichkeit, geht einher mit einer gewissen Egozentrik und Nihilismus. Er beschreibt Menschen, die gerne außerhalb des Systems leben, die in Cafés sitzen statt ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.<br /><br />Man möge jetzt über die exakte Begrifflichkeit streiten, und dabei <a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Bohème>Zwischentöne der Wikipedia-Definition</a> zitieren. Doch darum geht es mir nicht. Vielmehr geht es mir darum, den Kern des Neuen zu erfassen.<br /><br /><h3>Ich mache, also bin ich</h3><br /><br />Es geht wirklich nicht darum, sich von einer Bürgerlichkeit oder Neoliberalisten abzugrenzen. Denn zum einen bilden die keine geschlossene einheitliche Front mehr. Zum anderen muss ich mich nicht mehr definieren, indem ich mich abgrenze. Ich definiere mich über mein Tun. Deshalb kann der Begriff Bohème nicht mehr taugen.<br /><br />Es geht auch nicht um die von Sascha so hoch gelobte Selbstständigkeit um des eigenen Wohles Willen. Klar gibt es eine Vielzahl von Selbstständigen in der Szene, aber auch viele kreative Geister, die sich mit Lohnzettel sehr viel wohler fühlen.<br /><br /><h3>Betahaus statt Café ist des Pudels Kern</h3><br /><br />Das Gegenüber der Szene sind wenn überhaupt die Konsumenten. Die gerne konsumieren (Fernseher, Internet, Bücher), aber nichts produktiv bewerkstelligen. Menschen die ich kenne, wollen vor allem das Internet als etwas nutzen, um künftig anders zu leben. Um eine andere Welt zu erhalten, entweder virtuell oder real. Dafür kreieren sie Internetseiten, Blogs oder Wikipedia-Artikel. Entweder im Beruf oder ihrer Freizeit. Aber sie definieren sich nicht über Abgrenzungen und erst recht nicht über das Sitzen in Cafés.<br /><br /><bild1>Na klar sitzen die im Café, werdet Ihr jetzt sagen. Da gibt es doch dieses St. Oberholz am Rosenthaler Platz, da hocken die doch mit ihren Macbooks und philosophieren über Dies und Das. Ja, weil man auch heute noch Menschen gerne bei einer Tasse Café trifft und schnackt. Doch die wirklich entscheidenden und produktiven Orte sind heute die Josettihöfe, das Betahaus oder die unzähligen Co-Working-Spaces in der Stadt. Dort wird das Internet weiterentwickelt. Aber eben auch am heimischen Schreibtisch oder dem Arbeitsplatz eines Großkonzerns. <br /><br />Die Bewegung die ich kenne, ist vor allem aus einem Grund keine Bohème. Weil sie in höchstem Maße produktiv ist. Weil sie Dinge wie <a href=http://www.places.com>Places</a>, <a href=http://www.qype.de>Qype</a>, <a href=http://www.sevenload.de>Sevenload</a>, <a href=http://wikimedia.de>Wikimedia</a>, <a href=http://blogger.com>Blogs</a> und anderes schafft. <br /><br />Die Menschen von denen ich rede, machen sich Gedanken um Morgen. Und vor allem: Sie reden darüber <strong>und</strong> arbeiten daran, verdienen manchmal damit Geld und haben eine Menge Spaß. Sie sind Vordenker, nicht Bohèmians.<br /><br />Aber lasst die Feuilletonisten nur über die vermeintliche digitale Bohème schwafeln. Wenn das Internet dann fertig ist, haben sie es bestimmt verstanden.</p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/941</guid>
<category>Anmerkungen</category>
<category>Digitale_Bohème</category>
</item>
nn<item>n<title>Die Social Media News 2009</title>
<link>http://www.blogh.de/940/die-social-media-news-2009.html</link>
<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 08:46:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0472_petition-franzisika-heine.png" width="179" height="108" alt="ePetition von Franzika Heine" align="left" />
Das Jahr 2009 ist definitiv das Jahr, in dem Social Media erstmals eine vielfache Rolle im Mainstream gespielt hat. Hier möchte ich ein paar der wichtigsten Ereignisse zusammenstellen.n</p>
<p><bild5>Das erste Ereignis des Social-Media-Jahres ist definitiv die Notlandung des <a href=http://en.wikipedia.org/wiki/US_Airways_Flight_1549>Fluges 1549</a> der US Airways im Hudson River am <strong>15. Januar</strong>. <a href=http://twitter.com/jkrums>Janis Krums</a> veröffentlicht <a href=http://twitter.com/jkrums/status/1121915133>per Twitter</a> ein Foto <a href=http://twitpic.com/135xa>auf Twitpic</a>, das weltweit durch die Medien gereicht wird. Janis selbst tritt in mehreren Talkshows auf, sein Twitter-Account hat nach wie vor nur knapp 6000 Follower.<br /><br />Nur wenige Tage später wird Barack Obama als 44. Präsident der USA vereidigt. Schon sein Wahlkampf ging als "erste Internetkampagne" in die Geschichte ein. Am Tag seiner Vereidigung am <strong>20. Januar</strong> richtet sein Wahlkampf-Komitee einen eigenen <a href=http://twitter.com/ObamaInaugural>Inauguration-Twitter-Account</a> ein. <a href= http://blog.twitter.com/2009/01/inauguration-day-on-twitter.html >Alle 15 Sekunden</a> twittert jemand über das Ereignis, Twitter selbst bricht unter der Last nahezu zusammen. <br /><br /><bild2>Am <strong>9. und 10. Februar</strong> berichten dutzende Medien über den neuen Wirtschaftsminister Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr zu Guttenberg. Dumm nur, dass kurz zuvor ein Schelm einen weiteren Vornamen in Wikipedia versteckt hat. Doch Guttenberg hat nur zehn Vornamen, der "Wilhelm" gehört nicht zu ihm. Eines wird dadurch klar: Auch auf Qualität pochende Journalisten schreiben nur zu gern ab, wenn es schnell gehen muss. Immerhin, einige Medien veröffentlichen wenig später eine <a href= http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606912,00.html> Stellungnahme  in eigener Sache</a>.<br /><br />Am <strong>3. März</strong> stürzt bei U-Bahnbauarbeiten das Kölner Stadtarchiv ein. Twitter ist auch hier nur ein Haus entfernt. Der 41-jährige Alexander Regh wohnt direkt neben der Unglücksstelle und <a href=http://twitter.com/SamZidat/status/1274525863>verbreitet Fotos</a> vom Unglück per Twitter und über seine eigene Homepage. "Ich habe mir gedacht: Wer sieht das schon so gut wie Du", sagt er der Online-Zeitung "<a href=http://www.derwesten.de/nachrichten/Ich-dachte-mir-Wer-sieht-das-schon-so-gut-wie-Du-id837505.html>DerWesten</a>". <br /><br />Am <strong>11. März</strong> erschießt in Winnenden ein Schüler 12 Menschen. Auf Twitter gibt es zwar keine unmittelbaren Augenzeugen, dafür versuchen diesmal <a href=http://www.stern.de/digital/online/amoklauf-von-winnenden-das-internet-verplappert-sich-657495.html>die Medien</a>, über Social Media Aufmerksamkeit für ihre Berichterstattung zu erheischen. Focus Online eröffnet bei Twitter einen eigenen Account "<a href=http://twitter.com/amoklauf>Amoklauf</a>" (inzwischen gelöscht) und zieht damit <a href=http://www.stefan-niggemeier.de/blog/amok-twittern/>heftige Kritik</a> auf sich. Am Tag darauf zeigen <a href=http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/winnenden/Die-letzten-Sekunden-des-Amoklaeufers_aid_683903.html>mehrere Medienseiten</a> ein Video, auf dem die letzten Momente des Amokläufers Tim K. zu sehen sind. Was nicht weniger geschmacklos erscheint.<br /><br /><bild1>Am <strong>22. April</strong> legt das rot-schwarze Bundeskabinett dem Bundestag einen folgenschweren Gesetzentwurf vor. Das Telemediengesetz soll geändert werden – künftig soll es demnach dem BKA möglich sein, Sperrlisten von Internetseiten mit Kinderpornografie zu erstellen, die anschließend mit einem "Stoppschild" versehen werden sollen. Im Internet wehren sich hunderttausende Menschen gegen die so genannten Netzsperren. Auf Twitter sammelt sich der Protest mit dem Hashtag <a href=http://search.twitter.com/search?q=%23zensursula>#zensursula</a>. <a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Franziska_Heine>Franziska Heine</a> reicht eine Petition ein – und sammelt bis zum 16. Juni <a href= https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860>so viele Unterschriften wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik</a>. Am Ende unterschreiben 134.015 Bundesbürger.<br /><br />Der Protest bleibt auch für die SPD nicht ohne Folgen. Der groß angelegte sozialdemokratische Online-Wahlkampf bricht in sich zusammen, als am <strong>17. Juni</strong> der Online-Beirat unter <a href= http://www.netzpolitik.org/2009/online-beirat-der-spd-gegen-zensurgesetz/>Protest gegen die Verabschiedung des Gesetzes</a> die Arbeit einstellt. Die SPD verliert damit prominente Unterstützer wie <a href= http://lumma.de/2009/06/17/stellungnahme-des-spd-online-beirats-zu-netzsperren/>Nico Lumma</a> oder Sascha Lobo.<br /><br />Am <strong>23. Mai</strong> wird Horst Köhler in Berlin von der Bundesversammlung für eine zweite Amtszeit gewählt. Die Auszählung der Stimmen war offenbar schon um kurz nach 14 Uhr abgeschlossen. Doch bevor das Ergebnis verkündet ist, twittert bereits der Bundestagsabgeordnete <a href= http://twitter.com/UlrichKelber/status/1892752611>Ulrich Kelber</a> (14:15 Uhr) und auch die Abgeordnete Julia Klöckner das Ergebnis. Erst um 14:30 Uhr wird das Ergebnis dann offiziell verkündet. Das Ereignis hatte ein Nachspiel. Weil Kelber selbst an der Stimmauszählung beteiligt war, wird ihm Verletzung des Wahlgeheimnisses vorgeworfen.<br /><br />Am <strong>12. Juni</strong> wird im Iran ein neuer Präsident gewählt. Im Anschluss an die offenbar gefälschte Wahl brechen in Teheran und andere Städten des Landes Proteste aus, die vor allem über Twitter und Youtube ihren Weg in die Berichterstattung westlicher Medien finden. Wegen der umfassenden Zensur im Iran ist dies für die Opposition der einzige Weg, sich Gehör zu verschaffen. Die umfassenden Internet-Zensur-Versuche der iranischen Behörden sind bis heute relativ erfolglos.<br /><br />In den kommenden Wochen färben auf Twitter zehntausende Menschen ihre Profilbilder grün ein.  So entsteht weltweit sichtbare Solidarität mit der iranischen Opposition. Die Solidaritätsbekundungen nehmen kein Ende. Und Twitter wird zum <a href=http://iran.twazzup.com/>Livestream des Aufstands</a>.<br /><br /><bild3>Am <strong>20. Juni</strong> stirbt bei den Protesten in Teheran die 27-jährige Studentin Neda. Ihr Tod wird gefilmt, <a href=http://www.youtube.com/watch?v=OjQxq5N--Kc >das Video</a> landet dutzendfach auf YouTube. Während die einen noch über die Authentizität diskutieren, wird ihr Tod zum Symbol für die Grausamkeit des iranischen Systems. <br /><br />Bei den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und dem Saarland am <strong>30. August</strong> gibt es erste Ergebnisse der Nachwahlbefragungen bereits um 16:30 Uhr bei Twitter. Die sächsische Landeswahlleiterin kündigt umgehend rechtliche Schritte an, der Bundeswahlleiter Roderich Egeler fühlte sich wegen der bevorstehenden Bundestagswahl bemüßigt, mit Bußgeld zu drohen, sollte sich das am 27. September wiederholen. So bleibt Twitter zur Bundestagswahl stumm.<br /><br />Am <strong>7. September</strong> veröffentlichen 15 deutsche internetige Menschen (auch ich) über ihre Blogs und <a href= http://twitter.com/achimbaur/internetmanifest >Twitter-Accounts</a> das <a href= http://internet-manifest.de/>Internet-Manfest</a>. Das Manifest wurde innerhalb der Social Media heftig diskutiert. Die <a href= http://twitter.com/jeffjarvis/status/3822266302>diversen Publikationen</a> führen zu einer rasend schnellen Verbreitung. Das Manifest wird so innerhalb kürzester Zeit in 17 Sprachen übersetzt. <br /><br /><bild4>Es ist der <strong>14. Dezember</strong>, der Niedersächsische Landtag diskutiert eigentlich den Haushalt. Als der grüne Abgeordnete <a href= http://twitter.com/helge_limburg>Helge Limburg</a> auf Twitter den Landes-Innenminister Uwe Schünemann (CDU) als „<a href= http://209.85.229.132/search?q=cache:wLo76tRD5L8J:twitter.com/Helge_Limburg/status/6657982504+site:http://twitter.com/helge_limburg+hetzer&cd=1&hl=en&ct=clnk">unerträglichen Hetzer</a>“ bezeichnet (Link führt gecachter Version von Google, da Tweet bereits gelöscht), brechen im Landtag <http://www.heise.de/newsticker/meldung/Niedersachsen-Twitter-Beitrag-sorgt-fuer-Tumulte-im-Landtag-885865.html>Tumulte</a> aus. Die Sitzung muss für 45 Minuten unterbrochen werden. Weil den anderen Abgeordneten nicht verborgen geblieben war, was Helge Limburg twitterte.</p>
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<category>Rückblick</category>
<category>2009</category>
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nn<item>n<title>Google gehört jetzt das Internet</title>
<link>http://www.blogh.de/938/google-gehoert-jetzt-das-internet.html</link>
<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 19:36:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0467_google-public-dns.jpg" width="179" height="134" alt="Google Public DNS" align="left" />
Das ist kein Scherz. Google gehört nun wirklich das Internet, zumindest meines. Im wahrsten Sinne. Seit heute surfe ich über Googles Infrastruktur im Netz. Der neue Service „Google Public DNS“ macht’s möglich. n</p>
<p>Eigentlich eine einfache Idee. Das so genannte Domain Name System (<a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Domain_Name_System>DNS</a>) löst alle im Browser eingegebenen Internetadressen auf und leitet die Anfrage zur zugehörigen „echten Adresse“, die im Netz lediglich aus Nummern besteht. Da Google zehntausende Rechner besitzt, kann der Suchmaschinenriese solche Anfragen auch selbst übernehmen – und vor allem auch schneller als normale DNS-Server.<br /><br />Seit dem vergangenen Donnerstag ist der Service online. Die Hürde daran teilzuhaben ist gering: Einfach im eigenen Router oder Browser die DNS-Adresse 8.8.8.8 oder 8.8.4.4 einstellen. Das habe ich also gemacht. Der Unterschied ist, naja, noch nicht wirklich exorbitant bemerkbar. Zumindest für mich als Anwender.<br /><br /><h3>Keine Stoppschilder dank Google</h3><br /><br />Google verspricht nun zum Beispiel, keinerlei Inhalte zu blockieren. Also auch nicht solche, die die deutsche Regierung gerne mit Stoppschildern versehen würde. Weder Kinderpornos noch Nazipropaganda würden aufgehalten, meinte Google die Ankündigung ernst. <br /><br />Ein weiterer Nebeneffekt: Google wüsste noch schneller als heute, welche Websites ich im Netz ansehe. Dem Konzern bliebe keine Website mehr verborgen, sobald jemand einmal die Adresse im Browser eingegeben hat.<br /><br /><h3>Ein Schelm, wer Google eigene Motive unterstellt</h3><br /><br />Ein Schelm, wer denkt, Google wolle aus dem Service für sich selbst Nutzen ziehen. Auf jeden Fall lassen sich so Websites indizieren, die Yahoo und Microsoft noch gar nicht kennen.<br /><br />Ich stelle mir schon den perfekten Service vor: Ich bekomme künftig neue Websites vorgeschlagen, die bei meinen Freunden gerade populär sind - die kennt die Google ja bereits über „Google Friend Connect“. <br /><br />Die Vorschläge erhalte ich natürlich nur, wenn ich das ausdrücklich will und der Weiterverarbeitung meiner Daten freiwillig zustimme.  Wie alle meine Freunde auch. Und natürlich würde ich teilnehmen. Schließlich werde ich mit interessanten Informationen versorgt, und das Internet wird ganz nebenbei schneller und besser.<br /><br />Und Google weiß alles. Doch das nehme ich bewusst in Kauf. <br /><br />Bitte, Google. Don’t get evil.</p>
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<guid>http://www.blogh.de/938</guid>
<category>Google</category>
<category>Launch</category>
<category>DNS</category>
</item>
nn<item>n<title>Das große Google-Unbehagen</title>
<link>http://www.blogh.de/937/das-grosse-google-unbehagen.html</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 11:16:00 +0100</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0466_besser-online-2009-google.jpg" width="179" height="134" alt="Besser Online Kongress 2009" align="left" />
Beim Journalistenkongress "Besser Online" wurde heute zum Auftakt leidenschaftlich über die Bedeutung von Google für Gesellschaft und Journalismus diskutiert. Dabei ging es nicht nur um Leistungsschutzrechte.n</p>
<p>Immerhin, über die Bedeutung von Google wird nicht mehr diskutiert. Auch nicht über deren marktbeherrschende Stellung und auch nicht darüber, dass die Suchmaschine tatsächlich in vielen Bereichen die besten Services liefert.<br /><br />Doch schon die Überschrift des Panels "<a href=http://rdn-online.de/besseronline/das-programm/>Google sei bei uns?!</a>" drückt genau die Skepsis aus, die wohl alle Panelteilnehmern teilen. Wie auch viele andere Menschen. Am besten zum Ausdruck brachte die Gemengelage wohl <a href=http://bjoern-sievers.de/>Björn Sievers</a> von Focus Online, indem er sagte: "Ich bin ein absoluter Google-Liebhaber. Wo meine Daten liegen, weiß ich nicht genau. Aber ich habe beschlossen, mir allenfalls zu Feiertagen darüber Gedanken zu machen."<br /><br />Die marktbeherrschende Stellung von Google gepaart mit dem großen Nutzen, den viele Menschen aus den Produkten des Konzern ziehen, wurde von allen Teilnehmern problematisiert. Und doch aus sehr unterschiedlichen Blickrichtungen. <br /> <br />Der freie Journalist <a href=http://www.druckreif-redaktion.de/lars_reppesgaard.htm>Lars Reppesgaard</a> sagte, "Google ist ziemlich egal, was wir recherchieren oder wo wir uns mit unseren Freunden treffen. Trotzdem kann man dass mit den Daten leicht herausfinden". Exakt. Google interessiert sich bestimmt nicht für meine Daten. Doch allein die Existenz dieser riesigen Datensammlung macht Angst. So stellte denn auch Journalist und Web-Entwickler <a href=http://www.ude.de/>Albrecht Ude</a> die provokante Frage: "Wie komme ich dazu, alle meine Daten jemand anderem in die Hand zu geben?" <br /><br /><h3>Benutzen Sie doch mal was anderes</h3><br /><br />Zweiter Aspekt der Debatte: Natürlich verdienen Verlage mit Google Geld. Und die Debatte um Leistungsschutzrechte geht am Kern der Problematik vorbei. Albrecht sagte dazu den schönen wahren Satz: "Würde Google die Verlage von sich aus aussperren, würden die sich bitter beschweren." Ja, na klar. Und doch wollen alle möglichst an der Google-Ökonomie verdienen.<br /><br />Die Debatte geht deshalb weiter. Wolfgang Sander-Beuermann empfahl allen Teilnehmern des Besser-Online-Kongresses, doch einfach mal eine andere Suchmaschine auszutesten. Seiner Erfahrung nach seien Konkurrenten wie Yahoo oder Microsoft inzwischen mindestens genauso gut. Als einfachen Blindtest empfiehlt er, doch mal die großen Drei mit "<a href=http://blindsearch.fejus.com/>Blind Search</a>" zu vergleichen. Pragmatisch, einfach, gut.</p>
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<guid>http://www.blogh.de/937</guid>
<category>Google</category>
<category>offlinewelt</category>
<category>Kongress</category>
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