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<title>Blog Age</title>
<link>http://www.blogh.de</link>
<description>Bloggen über das Web 2.0</description>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 18:44:00 +0200</pubDate>
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<language>de</language>
nn<item>n<title>Kann Facebook zum Twitter-Killer werden?</title>
<link>http://www.blogh.de/963/kann-facebook-zum-twitter-killer-werden.html</link>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 18:44:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p>Derzeit diskutieren einige Menschen, ob Facebook die "Follow"-Funktion von Twitter einführen soll. Ich bin dafür. Und wünsche mir zugleich was ganz anderes.n</p>
<p>Die Idee gefällt mir: Facebook könnte zusätzlich zu "Freunden" eine Funktion einführen, mit der man beliebigen Menschen einseitig "folgen" kann. Wie bei Twitter. Künftig könnte man dann aussuchen, ob man Statusmeldungen für die gesamte Gefolgschaft oder nur für die eigenen Freunde absetzt.<br /><br />Das hätte drei wesentliche Vorteile. Ich könnte erstens auf Facebook zwischen Freunden und losen Bekannten unterscheiden. Das wünsche ich mir schon lange. Zweitens würden "Fanpages" überflüssig. Drittens: Alle Statusmeldungen für die Gesamtfreundschaft könnten öffentlich sein. Also: Gute Idee von Techcrunch.<br /><br />Aber: Ein Twitter-Killer wird Facebook damit noch lange nicht. Aus mehreren Gründen: Facebook ist viel zu überfrachtet mit Funktionen. Facebook hat immer noch dutzende Bugs (wie schon mal geschrieben). Und Facebooks API ist das pure unübersichtliche Grauen (mit <a href=http://developers.facebook.com/docs/reference/rest/>REST</a>, <a href=http://developers.facebook.com/docs/reference/fql/>FQL</a> und <a href=http://developers.facebook.com/docs/api>Graph</a>).<br /><br />Twitter dagegen ist einfach. Twitter ist relativ fehlerfrei. Und Twitters einfache API hat schon hunderte Apps und Mashups hervorgerufen. Twitter macht im Detail sehr viel richtig.<br /><br />Fazit: Wäre schön, wenn Facebook mal seine Hausaufgaben macht. Dann könnten auch neue Konzepte erwachsen. Vielleicht ist ja ein Twitter-Killer dabei :)</p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/963</guid>
<category>Twitter</category>
<category>Facebook</category>
</item>
nn<item>n<title>Ich brauche (fast) keinen Computer mehr</title>
<link>http://www.blogh.de/962/ich-brauche-fast-keinen-computer-mehr.html</link>
<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 14:31:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0504_cloud.jpg" width="179" height="97" alt="Cloud" align="left" />
In der letzen Zeit haben eine Reihe von Leuten darüber geschrieben (1, 2), dass der "Cloud" die Zukunft gehöre. Das klingt alles sehr wolkig bis nebulös. Alle Applikationen und Dateien sollen bald und irgendwie nur noch online verfügbar sein. Ich finde, von ZUKUNFT kann keine Rede sein. Ein kleiner Praxisbericht.n</p>
<p>Eigentlich ist die Diskussion eine der Gegenwartsbewältigung. Mein Nutzungsverhalten ist doch längst in der Cloud angekommen. Einen stationären Computer brauche ich - fast - nicht mehr.<br /><br />1. Bei mir fängt Cloud Computing bei der Internetnutzung an. Mein Blog, mein Facebook, mein Twitter, meine Nachrichten, del.icio.us, Flickr, YouTube und LastFM, alles befindet sich in der "Cloud". Kurzum, meine gesamte Informationswelt ist schon dort.<br /><br />2. Meine Büroorganisation ist auch schon da. Ich nutze Googles Mail, deren Kalender, meine Kontaktliste liegt auch dort, seit kurzem Pflege ich selbst meine ToDo-Liste bei Google. Warum? Weil ich mit zwei Rechnern und Handy die ständige Synchronisation schon lange Leid war. Mit Google ging's leichter. Und seit ich ein <a href=http://www.android.com/>Android</a>-Handy habe, fällt die Synchronisation quasi gar nicht mehr auf, sie geschieht unauffällig im Minutentakt.<br /><br />3. Auch meine Kommunikation ist wolkig. Google Talk läuft webbasiert, mein <a href="http://www.sipgate.de" rel="nofollow">030-Telefonanschluss</a> ist nicht mehr als eine Software, die sich auf Macbook oder Handy starten lässt. <br /><br />4. Lange Zeit waren noch meine Daten an Rechner gebunden. Word, Powerpoint- und Exceldateien, auch Bilder und andere Dokumente klebten förmlich an einem Stück Hardware. Eine mobile Festplatte hat irgendwann das Problem nur so halb beseitigt. Die eigentliche Abhilfe kam durch die <a href=http://www.dropbox.com>Dropbox</a>. Dort liegen nun alle meine privaten Dateien, ordentlich gesichert. Sie sind jederzeit an beliebigen Rechnern verfügbar, weil Dropbox schlicht synchronisiert - so dass Betriebssysteme dann wie gewohnt offline damit umgehen können.<br /><br />Im Wesentlichen war's das auch schon. Damit sind alle wesentlichen Dinge meines Computeralltags online.<br /><br />Was fehlt? Vor allem ordentliche Office-Programme, Bildbearbeitung und ähnliches in der Cloud. Google und Microsoft geben sich ja redlich Mühe, aber der Funktionsumfang der Online-Varianten ist immer noch nicht adäquat. Mir persönlich mangelt es an Dingen wie automatischen Inhaltsverzeichnissen, Kopf- und Fußzeilen oder dem Änderungsmodus. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. <br /><br />Heute nicht mehr in der Cloud zu arbeiten wäre für mich nicht vorstellbar. Ohne die Dropbox wäre unsere kleine Agentur mit Standorten in Berlin und Köln wohl wesentlich schlechter sync-organisiert. <br /><br />Es handelt sich also bei der "Cloud" keineswegs um ein wolkiges Thema.</p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/962</guid>
<category>Cloud_Computing</category>
<category>Praxis</category>
</item>
nn<item>n<title>Deutschland ist jetzt bei Google Street View</title>
<link>http://www.blogh.de/961/deutschland-ist-jetzt-bei-google-street-view.html</link>
<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 11:35:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0502_streetview2.png" width="179" height="101" alt="Auch Personen in Street View, ganz und gar kenntlich" align="left" />
Der weiße Fleck auf der Landkarte ist Geschichte. Deutschland existiert nun in Google Street View. Nicht nur bei uns wurden die weißen Flecken von der Google-Landkarte getilgt.n</p>
<p><bild2>Seit heute hat Google offenbar alle Nutzerbilder mit Ortsbezug in <a href=http://maps.google.com>Google Maps</a> integriert. Die Bilder gab es ja eigentlich schon lange, aber nur auf einem eigenen Foto-Layer. Nun bereichern Sie alle Orte weltweit, die bislang nicht über Street View verfügen. Überall existieren auf einmal kleine blaue Punkte, sobald man dass orange StreetView-Männchen auf die Karte zieht (siehe Screenshot unten).<br /><br />Ist also sozusagen "User Generated Street View". Ohne Google Autos. Von uns, für uns.<br /><br /><bild1>In Deutschland führt das dazu, dass die Bedenken der Datenschützer gegen Street View ad absurdum geführt werden - wenn wie in <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&source=s_q&hl=en&geocode=&q=Schwedter+Stra%C3%9Fe,+10435+Berlin,+Germany&sll=53.055247,14.284973&sspn=0.222447,0.562363&ie=UTF8&hq=&hnear=Schwedter+Stra%C3%9Fe,+10435+Berlin,+Germany&ll=52.542942,13.407505&spn=0,0.017574&z=16&layer=c&cbll=52.539415,13.407502&cbp=12,0,,0,5&photoid=po-11372449">diesem Foto</a> zu sehen auch fotografierte Personen, Fahrradfahrer und Autos deutlich erkennbar sind.<br /><br />Muss ganz schön Arbeit gewesen sein, die ganzen Fotos mit Ortsbezug rauszusuchen (<em>Update, 10:39 Uhr</em>: Doch kein Aufwand. Material ist identisch mit dem alten Foto-Layer). Jetzt können wir das Thema Privatsphäre gleich nochmal verschärft diskutieren.<br /><br /><strong>Update, 10:39 Uhr</strong>: Offenbar ist es schon <a href=http://google-latlong.blogspot.com/2010/06/seeing-new-sights-with-photo-overlays.html>seit ein paar Tagen angekündigt</a>. Gesehen habe ich es aber erst heute morgen.<br /><br /><img src=http://www.blogh.de/dateien/0503_street-view-4.png></p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/961</guid>
<category>Street_View</category>
<category>Google</category>
<category>Launch</category>
</item>
nn<item>n<title>Die Quadratur des Journalismus</title>
<link>http://www.blogh.de/960/die-quadratur-des-journalismus.html</link>
<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 09:21:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0500_paper-li.png" width="179" height="102" alt="Paper.li" align="left" />
Es gibt ein schönes Paradoxon in der digitalen Welt. Eines der grundlegenden Probleme der Informationsgesellschaft. Es dreht sich um die Explosion von Informationen und der Versuch ihrer Reduktion.n</p>
<p>Das Problem ist schnell erklärt: Ursprünglich war es einmal die Aufgabe des Journalismus, viele in der Welt vorhandene Informationen auf das Wesentliche zu reduzieren. Journalisten erzählten deshalb in ihren Geschichten aus der Welt nur das, was spannend ist, was ein Skandal ist, was gelesen wird. Journalisten reduzierten unsere Realität. Die Wissenschaft nannte sie dafür Gatekeeper oder Agenda-Setter. Das Internet hat dieses gesellschaftliche Konstrukt von Grund auf verändert.<br /><br />Das Paradoxon der digitalen Welt lautet wie folgt: Es gibt immer mehr Menschen, die publizieren. Sie nennen sich Journalisten, Blogger, Twitterer, Wikipedianer, Foto-Sammler, Youtube-Mitglieder und Social Networker. Sie ballern uns zu mit Texten, Videos und Fotos. In jeder Länge und jeder Größe.<br /><br /><strong>Journalismus wird wichtiger, funktioniert aber nicht mehr</strong><br /><br />Die Aufgabe der Komplexitätsreduktion wird also wichtiger. Das paradoxe ist nun, das diese Funktion des Journalismus zwar wichtiger wird, aber in der Praxis umso schlechter funktioniert.<br /><br />Journalisten sind keine komplexitätsreduzierenden Gatekeeper mehr. Diese Rolle haben sie verloren, irgendwo zwischen Twitter und Youtube. Viele Nachrichten erreichen mich heute nicht mehr über Medien, sondern über soziale Netzwerke. Ich meine damit nicht, dass in Medien nichts relevantes mehr publiziert wird (darüber streiten wir an anderer Stelle ;). Ich will damit sagen, dass der Verbreitungsweg von Informationen nicht mehr an Medien gekoppelt ist.<br /><br />Über das Internet lassen sich Informationen über persönliche Netzwerke, oder über alternative Publikationsformen wie Blogs und Twitter genauso schnell verbreiten. Und wir reden Dank Youtube, Facebook und anderen nicht mehr von Kommunikationsgewohnheiten einer kleinen Nerd-Gruppe.<br /><br /><strong>Neue Informationsreduktion gesucht</strong><br /><br />Ich gehe jetzt noch einen Schritt weiter: Wenn die Kommunikationswege komplexer werden, werden sich die Menschen neue Wege der Informationsreduktion suchen. <br /><br />Möglichst schnell und bequem das Relevante finden, lautet die Aufgabe. Das Relevante wird sich allerdings nicht mehr auf einer einzigen Seite im Netz finden, sondern an vielen verschiedenen Stellen - weshalb Informationsreduktion heute viel stärker mit Links auf Originalquellen arbeiten muss. Aggregatoren werden eine große Rolle spielen.<br /><br />Dabei ist nach meiner Ansicht auch relevant, dass wir mehr als früher ein sehr individuelles Informationsbedürfnis besitzen. Er darüber hinaus interessiert, was gesellschaftlich und allgemein interessant ist.<br /><br />Übertragen auf die Zeitung bräuchte diese heute mindestens ein kompletten Teil mit individuellen Nachrichten für mich. Individualisierung auf Themenebene („hier haste alle Nachrichten über Deinen Sportverein“) sind allerdings schon Anfang 2000 gescheitert. Wie persönliche Relevanz funktioniert, darüber lässt sich bislang nur spekulieren. Die vielversprechendsten Ansätze sehe ich derzeit in Projekten, die Informationen sammeln, die mein Freundeskreis verbreitet.<br /><br />Um ein paar Anregungen zu geben, habe ich mal ein paar Screenshots radikaler Aggregationsansätze gesammelt. Dabei ist allerdings nichts, was mich zufrieden stellt. Mein persönlicher Favorit: <a href=http://paper.li/mediaocean>paper.li</A>. Dort wird Twitter aggregiert. Und ein ganz andersartiges Projekt zur Fussball-Weltmeisterschaft finde ich ebenfalls interessant (läuft leider nur bis Mitte Juni). Es fängt Social Media auf journalistische Art wieder ein: <a href=http://thisissouthafrica>ThisIsSouthAfrica</a>. Irgendwo dazwischen liegt die Quadratur des Journalismus.<br /><br /><bild5><br /><br /><bild4><br /><br /><bild3><br /><br /><bild2><br /><br /><bild1><br /><br /><br /><br /><br /></p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/960</guid>
<category>Journalismus</category>
<category>Aggregation</category>
<category>Anmerkungen</category>
</item>
nn<item>n<title>Das iPad - eine kleine Ironie</title>
<link>http://www.blogh.de/959/das-ipad---eine-kleine-ironie.html</link>
<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 20:05:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0495_ipad-ironie.jpg" width="179" height="101" alt="iPad-Verkrampfung auf dem Sofa" align="left" />
Ich habe ein iPad gekauft. Das lässt sich auf verschiedene Weisen betrachten. Die Geschichte meiner ersten Woche ist die einer kleinen Ironie.n</p>
<p>Die Geschichte beginnt mit einer Zugfahrt durch den Regen, am Freitagmorgen des iPad-Verkaufsstarts in Deutschland. Auf Twitter sehe ich Fotos von Menschen, die unter Regenschirmen geduldig vor dem Apple-Store in Frankfurt warten. <br /><br />Mein iPad wartet schon auf mich, 200 Meter weiter in einem großen Elektronikgeschäft. Dort daddeln nur ein halbes Dutzend Schulschwänzer an den Ausstellungsgeräten. Von Schlangestehen kann hier keine Rede sein, das iPad macht hier eher den Eindruck eines Ladenhüters.<br /><br />Als ich das iPad auspacke, weht ein Hauch von IT-Geschichte durch den Raum (Szene: wieder Zug, auf dem Rückweg). Das Gerät lässt sich das allerdings nicht anmerken, und verweigert ganz dümmlich zunächst die Einrichtung über iTunes. Ach so, ohne Internetverbindung geht ja nichts. Eine Micro-SIM für das mobile Internet habe ich noch nicht. Ich fühle mich wie der Mensch in der Höhle, der ohne Licht im Dunkeln sitzt. Wie die Welt draußen aussieht, erahne ich noch nicht einmal. Selbstverschuldete Unmündigkeit macht sich in mir breit.<br /><br /> Später zuhause, das WLAN hat mein iPad zum Leben erweckt, trete ich aus der Höhle. Doch es ist nicht die Sonne, die mich blendet. Das iPad hat einfach ein krass helles Display. <br /><br />Im Internet durchstöbere ich iPad-Berichte, besser gesagt werde ich fast von ihnen erschlagen. Die ganze Welt kennt nur noch ein Thema, so scheint es. Mein Wissensschatz wird erweitert um so großartiges Wissen wie: Vierfaches Tippen markiert einen ganzen Absatz. Bloß nicht versehentlich fünfmal tappsen, nehme ich mir vor.<br /><br /><bild1>Schnell lerne ich auch, dass ich meine alte Mobilfunkkarte beschneiden soll, damit sie sich als Fake der von Apple neu eingeführten Micro-SIM ins iPad einpflanzen lässt. Ja, denke ich. Das Problem löse ich auch noch. Irgendwie. Nur wie, ohne mich dem Risiko der unfreiwilligen Mobillosigkeit auszusetzen? Schweißperlen verirren sich auf meine Stirn.<br /><br />Beim Mailschreiben versuche ich das iPad erst mal in den Händen zu halten. Schwerer Fehler. Mir war nicht klar, wie schnell 700 Gramm zu einem schwer-wiegenden Problem werden. Meine Hände fangen an zu krampfen während ich versuche, gleichzeitig zu halten und zu tippen. Nun gut. Dann eben doch auf dem Schoß. Ich fange an, mit den Fingern auf den Schenkeln zu arbeiten. Ich fühle mich unsittlich.<br /><br /><b>ich wage mich an meine Beschneidung</b><br /><br />Später am Abend. Ich wage mich an meine Beschneidung. Eigentlich muss ja nur meine Handykarte dran glauben. Meine Angst ist allerdings so groß, als rückte ich meinem eigenen besten Stück zuleibe. Ich habe drei verschiedene Berichte und ein Youtube-Video konsumiert. Alle versichern, das Umschneiden der Handykarte auf das kleine Form sei gaaaar kein Problem. Statt einem Beil (wie in einem Bericht empfohlen) nehme ich vorsichtshalber ein altes Teppichmesser aus dem Werkzeugkoffer. Schweißperlen tropfen zu Boden.<br /><br />Zehn Minuten später passt die Handykarte tatsächlich in Apples Micro-SIM-Slot. Mein Herz rast.  Und natürlich geht das waghalsige Unterfangen schief. Zumindest passt das dämliche Teil erst einmal nicht mehr ins iPad. Ich fluche, schiebe, zerre. Dann: geschafft. Und tatsächlich, die Handykarte nimmt ihren Betrieb auf, wie versprochen. Ich bin wieder mobil. Ich lebe noch.<br /><br />Die nächsten Tage verbringe ich im Konsumrausch. Apps installieren, Videos konvertieren, Musik einspielen, alte Fotos ansehen. Sogar eine Anwendung für das Erstellen von Keynote-Präsentationen kann ich kaufen. Es ist großartig. Ich sehe großzügig darüber hinweg, dass beim ersten Import einer Präsentation meine Lieblingsschriftart in schnödes Arial umgewandelt wird. Weil Apple dem iPad nur wenige Schriften mitgibt und andere noch nicht mal nachinstalliert werden können. Wirklich, großartig. <br /><br /><b>Ich mutiere zum Krüppel</b><br /><br />Nur diese gebückte Haltung, der ständig zum Schoß gebeugte Kopf. Ich mutiere über die Stunden zum Krüppel. Ich fange an zu überlegen, ob eine Batterielaufzeit von neun Stunden vielleicht doch keine Errungenschaft ist. Auf dem Sofa erfinde ich merkwürdige Sitzhaltungen, damit mein Schoß und damit das iPad dem Kopf wieder etwas näher kommen kann. Vergebliche Mühe, die nur Krämpfe in den Beinen beschert.<br /><br />Unterwegs die nächsten Probleme. Ich errege Aufsehen. Die Menschen begaffen mich, als käme ich vom Mond. Dabei kommt das iPad doch nur aus China. Mich beschleicht ein Gefühl von Distanz, ich fühle mich aussätzig. Doch ich halte an meinem iPad fest. Sollen die anderen doch auch kaufen, für horrendes Geld einen Computer ohne Tastatur.<br /><br /><b>"Schon cool"</b><br /><br />Nach einer Woche tippe ich nun - wieder im Zug - auf dem iPad meine Geschichte. Und musste mich erst mal selbst fragen, warum es auf dem iPad eigentlich kein Schreibprogramm gibt. Während ich schreibe, beginnt ein junger Bundeswehrsoldat, mich über das Gerät auszufragen. Ich erzähle bereitwillig die immer gleichen Details. "Schon cool", sagt er. Er wolle vielleicht auch so eines. Den Preis findet er "gar nicht so schlimm". Die Bundeswehr muss den Sold erhöht haben, denke ich.<br /><br />Am Bahnhof vor der Abfahrt habe ich mir ein Buch gekauft. Für 14,95 Euro. Ob es das wohl auch als eBook auf dem iPad gibt, fährt es mir an der Kasse in den Kopf. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob der Autor des Buches "Das klare Einmaleins des Denkens" damit einverstanden wäre. Womöglich sähe er einen Widerspruch zwischen seinem Buchtitel und der Tatsache, wie viel Apple an den Verkäufen mitverdienen will. <br /><br />Blogge ich also noch schnell und will mich zum ersten Mal seit einer Woche dem gedruckten Papier widmen. Aber verflucht. Wie bekomme ich eigentlich ein Foto hochgeladen, wo das Ding doch keine Festplatte hat? In mir reift ein kleiner iFluch. Und der Beitrag bleibt ohne Bild. Bis ich zuhause am Rechner bin.            </p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/959</guid>
<category>Apple</category>
<category>iPad</category>
<category>Selbsttest</category>
</item>
nn<item>n<title>Augmented Reality: Reise in die Vergangenheit</title>
<link>http://www.blogh.de/958/augmented-reality-reise-in-die-vergangenheit.html</link>
<pubDate>Wed, 26 May 2010 09:07:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0493_historic-london.jpg" width="179" height="151" alt="Historisches London auf dem iPhone" align="left" />
Augmented Reality ist ja für einige noch wenig greifbar. Das Museum of London macht damit nun Zeitreisen per Handy möglich.n</p>
<p>Das nenn ich mal innovativ: Das Musuem of London hat eine iPhone-App auf den Markt gebracht, die das Museum unter den freien Himmel bringt.<br /><br />Eigentlich muss man dazu gar nicht viel erklären (<a href=http://gizmodo.com/5547236/strolling-through-19th-century-london-today>Gizmodo tut's trotzdem</a>): Mittels GPS und Kompass kann man sich Bilder des historischen London vor Ort per iPhone-Kamera auf dem realen Stadtbild anzeigen lassen. Großartig.<br /><br />Ach ja. Die App ist kostenlos. <br /><br />Fehlt nur noch, dass Google demnächst den weltweiten Roulout ("Google Historic Street View") verkündet.<br /><br /><img src=http://www.blogh.de/dateien/0494_historic-piccadilly-circus.jpg><br><br />Picadilly Circus<br /></p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/958</guid>
<category>Augmented_Reality</category>
<category>Launch</category>
<category>iPhone</category>
</item>
nn<item>n<title>Google: Neue Webfonts braucht das Netz*</title>
<link>http://www.blogh.de/957/google-neue-webfonts-braucht-das-netz.html</link>
<pubDate>Wed, 19 May 2010 20:50:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0492_google-font-directory.gif" width="179" height="150" alt="Google Font Directory" align="left" />
Dem Normalnutzer fällt es in der Regel gar nicht auf, den Webdesigner nervt es tierisch. Die Zahl der Schriften im Netz ist äußerst begrenzt. Es gibt zwar schon lange Alternativen, die waren aber recht kompliziert. Wer schafft also Abhilfe? Mal wieder Google. Dort wird in diesen Minuten im Rahmen der Google-I/O-Konferenz das "Google Font Directory" gelauncht.n</p>
<p>Das Font Directory soll eines ermöglichen: Weitere Schriften auf Websites darzustellen, die nicht auf dem Rechner des Benutzers vorliegen. Und das möglichst unkompliziert.<br /><br />Bislang gab wie gesagt es schon ein paar Alternativen (<a href=http://www.webfonts.info/>1</a>, <a href=http://typekit.com>2</a>), richtig erfolgreich war das alles aber nicht. Weil entweder nicht kostenlos oder zu kompliziert. Bei Google ist auf einmal alles ganz einfach: Mit einer Zeile wird ein externes CSS eingebunden (das kommt dann von Evil-Google), ab da steht die neue Schriftart einfach zur Einbindung in das CSS zur Verfügung. Fertig. Unterstützt wird das Prinzip von allen gängigen Browsern.<br /><br />Google hat dafür drei Grundvoraussetzungen geschaffen: Zum einen schnelle Server. Die sind ja eh da. Zum anderen eine wirklich einfache Schnittstelle, die jeder DAO verstehen kann. Und: Ein große Sammlung von Schriftarten, für die niemand Lizenzgebühr verlangt. <br /><br />Ein Nachteil: Die Fonts müssen erst nachgeladen werden. Was aber von Google recht fix geht. Umso mehr Websites mitmachen, umso mehr Fonts liegen zudem auf Proxyservern und im Cache bereits vor.<br /><br /><h3>Danke, Tobi</h3><br /><br />Was mich persönlich freut: <a href=http://mindgarden.de>Tobi Kunisch</a>, einer der besten Webdesigner, den ich bislang kennenlernen durfte, hat an dem Projekt mitwirken können.<br /><br />Und weil’s so schön ist, werde ich Blog Age heute mal eben <a href="http://code.google.com/webfonts/family?family=IM+Fell+DW+Pica" title="IM Fell DW Pica - tolle Schrift">diesen schönen Font</a> verpassen. Schicke Sache. Danke, Tobi :)<br /><br />-----------<br />* Kennt hier eigentlich noch jemand <a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Ina_Deter>Ina Deter</a>?<br /><br /></p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/957</guid>
<category>Webfonts</category>
</item>
nn<item>n<title>Suchmaschine für Facebook-Statusmeldungen</title>
<link>http://www.blogh.de/956/suchmaschine-fuer-facebook-statusmeldungen.html</link>
<pubDate>Thu, 13 May 2010 10:59:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0491_suchmaschine-facebook.gif" width="179" height="118" alt="Booshaka" align="left" />
Ich hatte mich gewundert, dass die Veröffentlichung der Facebook-Schnittstelle im April hierzulande keinen Aufschrei in den Tagesthemen verursacht hat. Das Netz lässt uns nicht lange warten. Eine Suchmaschine veröffentlicht nun unsere Statusmeldungen.n</p>
<p>Nochmal kurz erklärt: Eure Statusmeldungen waren auf Facebook schon länger öffentlich, wenn Ihr sie nicht explizit wegsperrt. Doch Mark Zuckerberg <a href=http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/facebook-boss-sagt-tschuess-zur-privatsphaere/>hält ja nicht viel von Privatsphäre</a> und deshalb gibt es seit April den so genannten <a href=http://graph.facebook.com>Open Social Graph</a>. Er ermöglicht rein technisch den Abruf aller Facebook-Inhalte, die explizit nicht privat sind. Ok, <a href=http://graph.facebook.com/schink>bei meinem Profil</a> ist das witzlos, aber es gibt ja auch andere offenherzigere Menschen. <br /><br />Die im "Open Graph" ebenfalls implementierte Suche nutzt <strong><a href=http://www.booshaka.com>Booshaka</a></strong>. Die Suchmaschine ist gerade mal <a href=http://booshaka.tumblr.com/post/560293165/booshaka-is-what-happens-when-facebook-google-and>eine Woche alt</a> und durchforstet alle Statusmeldungen. Eigentlich ganz einfach.<br /><br />Was da so zu diversen Suchbegriffen wie <a href=http://www.booshaka.com/?q=Berlin>Berlin</a> oder <a href=http://www.booshaka.com/?q=drunk>drunk</a> auftaucht, ist schon interessant. Ich wusste bis dato noch gar nicht, WAS es auf Facebook alles zu finden gibt. Zum Beispiel: "<a href=http://www.facebook.com/profile.php?id=1190634249&story_fbid=123441057681779&v=wall>i got drunk..and i think i slept with him lol</a>" (Katherine, ich hoffe, er weiß das nicht).<br /><br />Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ob Katherine weiß, das das jetzt nicht nur ihre Freunde wissen? Sondern die ganze Welt? So viel Exhibitionismus war noch nie möglich, würde ich sagen.<br /><br />Nun ja, ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf die "erweiterte Suche" von Booshaka. Schließlich lässt Facebook auch die Suche nach Nutzern, Events, Fanpages und Gruppen zu (<a href=http://developers.facebook.com/docs/api#search>siehe API-Dokumentation</a>). <br /><br />Vielleicht ist Privatsphäre ja wirklich was aus dem 20. Jahrhundert. Ich fange an, das vergangene Jahrhundert zu mögen.</p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/956</guid>
<category>Launch</category>
<category>Booshaka</category>
<category>Facebook</category>
<category>Privatsphäre</category>
<category>opendata</category>
</item>
nn<item>n<title>Mein Internet wird mobil</title>
<link>http://www.blogh.de/953/mein-internet-wird-mobil.html</link>
<pubDate>Tue, 11 May 2010 07:41:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p><img class="image" src="/thumbs/0485_bahn-de.gif" width="179" height="102" alt="Bahn.de" align="left" />
Es gibt Dinge, die nerven mich am Internet. Dazu gehören überfrachtete Websites, die viel mehr Informationen bieten als Auge und Hirn fassen können. Doch es gibt eine Lösung. Und die funktioniert immer besser.n</p>
<p><bild1>Ich hab mal ein paar Screenshots gezogen, die mein Problem verdeutlichen. Ich mache es mal an der Website der <a href=http://www.bahn.de>Bahn</a> fest. Ich werde dort erschlagen mit Infos, die Navigation ist super-unübersichtlich und langsam lädt die Seite obendrein. Wenn man viel unterwegs ist, lernt man da schnell die Vorteile der <a href=http://m.bahn.de>mobilen Version</a> der Website kennen.<br /><br />Inzwischen surfe ich nicht nur unterwegs auf der "schlanken" Variante. Suche ich einfach nur die nächste Zugverbindung, fühle ich auf <strong>m.bahn.de</strong> inzwischen deutlich wohler. Ist quasi meine erste Bahnheimat geworden. <br /><br /><bild2>Was liegt da näher als bei all meinen häufig besuchten Websites auf die mobile Version zu switchen? Davon gibt es ja sowieso immer mehr. Sie sind schlank, bieten das Wesentliche an Informationen und haben obendrein kaum bis gar keine Werbung.<br /><br />Das mobile Surfen funktioniert bei Online-Medien hervorragend. Genauso auch bei Facebook und vielen anderen meiner Lieblingsseiten.In der Regel einfach über den Aufruf der entsprechenden URL mit "mobil" oder "m" als Subdomain.<br /><br />Nur der Besuch einiger weniger Websites wie zum Beispiel von Xing ist komplexer, weil dort mein Browser penetrant auf die "normale Version" umleitet wird. Aber auch hier gibt es eine Lösung - der "<a href=https://addons.mozilla.org/addon/5>User Agent Switcher</a>" für Firefox hilft weiter.<br /><br />Ich surfe also künftig hauptsächlich mobil. Oder?<br /><br />Kann ja irgendwie auch nicht sein. Vielleicht wäre es besser, die eine oder andere Website würde mal abrüsten - und ihren Fokus auf das setzen, was Nutzer wirklich brauchen und nutzen wollen. Aber wer weiß schon, was die eigenen Nutzer wollen....</p>
]]></description>
<guid>http://www.blogh.de/953</guid>
<category>Anmerkungen</category>
<category>mobil</category>
<category>Bahn</category>
</item>
nn<item>n<title>Blog Age jetzt mit Micropayment</title>
<link>http://www.blogh.de/952/blog-age-jetzt-mit-micropayment.html</link>
<pubDate>Sun, 09 May 2010 19:45:00 +0200</pubDate>
<description><![CDATA[<p>In diesem Blog findet ihr jetzt einen Kachingle-Button. Ihr könnt nun für "Blog Age" spenden, mit einem Klick. Dabei geht es mir nicht darum, großes Geld zu verdienen. Die Idee ist ein paar Zeilen wert.n</p>
<p>Kachingle habe ich aus zwei Gründen gestartet: Zum einen interessiert mich, wer von Euch tatsächlich bereit wäre, für "Blog Age" zu zahlen. Zum anderen finde ich die Idee von Kachingle unterstützenswert.<br /><br />Ich habe deshalb nicht nur Kachingle hier eingebaut (siehe Randspalte), sondern selbst ein 5-Dollar-Abo abgeschlossen. Und zahle jetzt freiwillig für <a href=http://carta.info>Carta</a> und <a href=http://medialdigital.de/>Medialdigital</a>.<br /><br />Ich hoffe, dass über kurz oder lang mehr Menschen mit Hilfe von Micropayments kleine Projekte unterstützen und über <a href=http://www.kachingle.com>Kachingle</a> und ähnliche Systeme wie <a href=http://flattr.com/>Flattr</a> oder <a href=https://www.paymecredit.com/>PayMeCredit</A> zahlen. Wäre auch ein schöner Gegenpunkt zur aktuellen "Paid Content"-Debatte der Verleger.<br /><br />Ich persönlich würde ja auch noch andere deutschsprachige Blogger unterstützen. Hallo <a href=http://www.netzpolitik.org/>Netzpolitik</a>, <a href=http://www.basicthinking.de/blog/>Basicthinking</a>,  <a href=http://www.spreeblick.com/>Spreeblick</a>, <a href=http://netzwertig.com/>Netzwertig</a>, <a href=http://lumma.de/>Lummaland</A>, wie wär's?<br /><br /><strong>Update:</strong>:Danke Euch. Nach nur 24 Stunden hat Blog Age schon sechs Abonnenten. Das ist doch schon mal was.<br /><br /><strong>Kurze Kachingle-Präsentation:</strong><br /><br /><blogh><br /><div style="width:425px" id="__ss_2322979"><object id="__sse2322979" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=eurofinancekachinglev7-10-22-09-typaldos-091022150419-phpapp02&stripped_title=kachingle-presentation-at-eurofinance-2009" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed name="__sse2322979" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=eurofinancekachinglev7-10-22-09-typaldos-091022150419-phpapp02&stripped_title=kachingle-presentation-at-eurofinance-2009" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object></div></blogh></p>
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