09.06.2009, 07:40 Uhr
Seit Twitter an Bedeutung gewonnen hat, tummeln sich dort auch die SEOs und SMOs. Spam-Accounts gibt es inzwischen wie Sand am Meer.
Die erste naheliegende Antwort aller Twitter-Nutzer ist: Spam auf Twitter ist doch gar kein Problem. Ich folge nur, wen ich lesen will. Wenn mir ein Spammer folgt kann ich ihn schlicht ignorieren oder blocken.
Problem Nummer 1 ist demnach eigentlich keines. Die praktisch einfach mögliche Follow-Spam (siehe meinen Vortrag "Twitter ist for Spam") ist bislang aus diesem Grund nicht weit verbreitet. Niemand würde freiwillig einem Viagra-, Pillen-, Porno-Account folgen.
Weshalb aber gibt es trotzdem derart viele Spam-Accounts (z.B. JaneDoe2016 oder Martin82638)? Die Antwort ist Problem Nummer 2: Mit Twitter-Begriffen lässt sich natürlich auch SEO betrieben. Twitter steht bei Google ziemlich hoch im Kurs. Zwar bewertet Google die Profile von Twitternutzern deutlich schlechter, trotzdem erhält man auf eine Vielzahl von Suchen inzwischen Twitterprofile auf der ersten Ergebnisseite. Das ist unschön.
Problem Nummer 3: Natürlich ist Twitter-Spam auch mitten im Stream von Tweets möglich, Dank Hashtags. Populäre Hashtags werden inzwischen von SMOisten gerne gekapert. Wer zum Beispiel #Google oder #Obama eingibt, wird manches mal von Spam-Tweets überrascht. Oft werden geschickt Videos verlinkt, die sich beim näheren Klicken als Spam heraustellen.
Was unmittelbar zu Problem Nummer 4 führt: Links auf Twitter sind nahezu immer mit Hilfe von TinyURLs, bit.ly-URLs verstümmelt, weil Links setzen auf Twitter nicht im eigentlichen Sinn möglich ist (wie dämlich, eigentlich). Dadurch lässt sich nicht sehen, wohin der Link eigentlich führt. Das öffnet Spam natürlich alle Tore. Klick, und schon landet man auf der Viagra-Seite des Web.
Problem Nummer 5 ist von den SMOisten wohl schlicht noch nicht entdeckt worden. Die größte Aufmerksamkeit liegt bei Twitter auf Nachrichten, die mit "@peterschink" verschickt werden. Mention-Tweets werden zu 100 Prozent gelesen. Im Gegensatz zu direct messages kann ich jedem beliebigen Nutzer Mention-Tweets ins Postfach schießen. Wäre eien prima Methode, so massenhaft Werbung zu verbreiten.
Problem Nummer 6: Twitter gibt über die API sehr großzügig Daten seiner Nutzer preis. So kann ich abrufen, wie lange ein Nutzer schon dabei ist (Newbie, empfänglich für Spam!), wo sich ein Nutzer aufhält und welche Sprache er spricht (Marketing mit Targeting!), ob ein Nutzer zum Beispiel ein iPhone hat (prima, dem dreh ich meine iPhone-App an!), und wie viele Follower ein Nutzer hat (ich sende meine Werbung am besten nur an Multiplikatoren!). Noch weitergehend lässt sich mit ein wenig Mühe sogar filtern, welche Twitternutzer bloggen. Und: Besitze ich einen Gmail-Account mit vielen gespeicherten eMail-Kontakten, kann ich sogar bei Twitter crawlen, welche Twitter-Account zu einer Mailadresse zugehörig ist.
Da kann man nur hoffen, dass Twitter Spammer möglichst schnell rauswirft, deren IP-Adressen sperrt und am besten an die Polizei weitergibt.
Nach meinen eigenen Erfahrungen geht Twitter allerdings mit Fake- und Spam-Accounts ziemlich lax um. Zwar werden auffällige Accounts gesperrt – wenn beispielsweise zu viele Nutzer einen Account blocken oder der Account sehr viele Anfragen an die API schickt. Allerdings erfolgt die Sperrung erst nach mehreren Tagen. Dann hat ein Spammer bestenfalls schon mehrere zehntausend Tweets verschickt.
30.01.2009, 11:29 Uhr
Ok, ich teste viele neue Dienste im Internet, quasi schon berufsbedingt. Was mir heute passiert ist, schlägt wirklich dem Fass den Boden aus. Ich habe ungefähr 1200 Spam-Mails verschickt, dank Novoo.
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10.10.2005, 13:51 Uhr
Mal ehrlich. Was hat Google groß gemacht? Richtig. Der Spam. Gäbe es keinen Spam, wäre das Start Up in Palo Alto nie so erfolgreich gewesen.
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02.01.2006, 19:30 Uhr
Wo die Zugriffszahlen in die Höhe gehen, kommt unweigerlich der Spam. Dass ist bei Web-2.0-Anwendungen besonders komfortabel - schließlich entstehen diese ja durch Content der Nutzer. Jetzt hat es auch Digg getroffen - das Tool scheint erwachsen zu werden....
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01.09.2007, 11:27 Uhr
MySpace ist zu erfolgreich. Neulich erzählte mir jemand, dass man die Plattform inzwischen wunderbar missbrauchen kann, um Spam abzusetzen. Ich habe es mal selbst getstet, das Prinzip ist wirklich unfassbar: Die Währung heißt Freunde.
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25.06.2008, 07:59 Uhr
War gestenr auf der "Search Engine Strategies" -Konferenz (SES) in Hamburg. Da treffen sich Suchmaschinen-Optimierer. Und dort habe ich einem Panel zu "Social Media" gelauscht. Aber warum interessieren sich SEO-Typen für Web 2.0? Darum.
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