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Blog Age : eyetracking

Nette Präsentation auf dem Webmontag: Das im Januar gegründete Uni-Startup Eyequandt will Eyetracking-Studien per Vorhersage quasi überflüssig machen. Interessanter Ansatz, allerdings mit einer kleinen Einschränkung.

Eyequandt
Eyequandt

Die Annahme ist folgendermaßen simpel: Wenn Menschen Internetseiten ansehen, verhalten sie sich im Prinzip immer gleich. Sie betrachten beispielsweise die Seiten immer links oben beginnend, achten auf Kontraste und ausdrucksstarke Bilder. Aus mehr als 300 Probanden wurde nun an der Uni Osnabrück ein Algorithmus entwickelt, der Eyetracking-Studien quasi durch Vorhersage per Interpolation möglich machen soll.

Die Präsentation auf dem Webmontag gerade eben war denn auch wirklich faszinierend: Einfach Website-URL eingeben oder Screenshot raufladen, 20 Sekunden warten, fertig ist die Analyse. Sogar Aufmerksamkeitsbereiche lasssen sich mit zwei Klicks analysieren. Echt super einfach.

Auf meine Nachfrage musste Fabian allerdings einräumen, dass das System bislang keine Textsemantik erkennt. Heißt: Text, der von Nutzer intuitiv als wichtig erkannt wird (Überschriften, wichtige Worte), lassen sich so nicht analysieren. Beim gezeigten Beispiel berlin.de hat die Interpolation meiner Beobachtung nach die Bilder eindeutig überbewertet, die pinkfarbenen Üerschriften aber nahezu ignoriert.

Trotzdem, wirklich innovativer Ansatz... Respekt.

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