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Gerade ist eine neue Plattform gestartet, die Crowdfunding im Journalismus etablieren will. Die Idee ist einfach. Das Thema ist es nicht.

Auf der Plattform feo.do können Journalisten seit Mitte September Ideen für Recherchen einstellen. Nutzer können dafür spenden, die Ergebnisse werden anschließend auf der Plattform veröffentlicht.

Vorausgesetzt, die Plattform erhält eine einigermaßen große Aufmerksamkeit, kann das Ergebnis ganz großartig sein. Wenn es tatsächlich gelingt, dass eine oder andere Projekt so zu finanzieren, kann so ein neuer Leuchtturm für investigativen Journalismus entstehen.

Ein kleines Aber gibt es da: Die Reichweite fehlt. Journalismus war immer dann erfolgreich, wenn er nicht versucht hat, einzelne Geschichten zu verkaufen. Sondern Produkte, eine Zusammenstellung von Journalismus als Zeitung, Heft oder TV-Programm. Einzelne Geschichten generieren keine Reichweite. Und eine Plattform, die in unregelmäßigen Abständen einzelne Geschichten verkauft, kann nur in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Ich hoffe, dass die Macher von feo.do das auch so sehen und einen Plan haben, wie die Plattform dieses Problem lösen kann. Über Kooperationen mit großen Medien? Über SEO und Newsletter? Der weg wird kein leichter sein.

Kommentare (2)

Kleine Korrektur
(Feodo, 11.10.2012, 08:23 Uhr #)
Hallo!
Vielen Dank für den Artikel! Genau so habe ich mir das gedacht: Dadurch, dass die finanzierten und fertig produzierten Beiträge am Ende auf Feodo veröffentlicht werden, steigt die Reichweite - und damit auch die Masse an "Crowd", die neue Beiträge finanzieren kann.
Nur: Gestartet ist Feodo noch nicht. Zur Zeit läuft unsere eigene Crowdfunding-Kampagne, um die Plattform überhaupt ins Leben rufen zu können.

stimmt....
(Peter, 11.10.2012, 10:08 Uhr #)
Ja, wohl wahr. Noch nicht gestartet. Wünsche Euch viel Erfolg jedenfalls! Und falls Ihr Kooperationspartner bei Medien braucht, da könnte ich vielleicht hilfreich sein :)

















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