04.02.2010, 20:11 Uhr
Irgendwie schon merkwürdig. Da sitzen nun etwa 300 Menschen bei einer Veranstaltung der Welt Kompakt bei der Social Media Week. Auf dem Podium wird philosophiert, was das alles nun für die Menschheit bedeutet. Eines ist sicher: Dieter wird gebasht.
Dieter soll zur Sicherheit nicht bei seinem vollen Namen genannt werden. Er hat sich tapfer auf's Podium gewagt, obwohl er Soziale Netzwerke total blöd findet. Im Moment habe ich etwas Angst um ihn, der "ausgestiegen.com" ins Netz gestellt hat.
Alle auf dem Podium sind sich sowieso einig: Wir sind heute vernetzter, die Welt rückt zusammen, wir sind uns näher geworden. Da ist es egal, ob man bei Facebook schon gar nicht mehr weiß, ob ein "Freund" ein guter Freund oder eher ein entfernter Bekannter ist. Ob wir unsere Freunde "adden" oder treffen. Egal, ob man auch zum Telefonhörer greifen könnte. Ob das Gesagte relevant ist oder eigentlich nur sinnloses Gefasel. Ob Pornos schon von 13-Jährigen konsumiert werden oder der Datenschutz bei Facebook kaum stattfindet.
Stimmt. Es ist völlig egal. Relevant ist, was wir daraus machen. Das Internet ist nur die Technik, die alles möglich macht. Der Rest ist Sache von Medienkompetenz, und am Rande auch von Gesetzgebern. Klar, dass wir alle erst noch lernen müssen, wie man die neue Technik nutzt.
Es gibt Internet-Skeptiker und Internet-Optimisten. Solche, die die Risiken betonen und solche, die Chancen sehen. Am Ende aber bleibt das Netz sowieso da. Es geht nicht mehr weg. Die Menschen nutzen es. Es verändert unser Leben, immer öfter. Deshalb macht es Sinn nach vorne zu denken und nicht zurück. Wie Sachar so schön auf dem Podium sagt: "Wir müssen noch mehr und nicht weniger darüber nachdenken, was wir erreichen können."
- Tags
- offlinewelt konferenz
- von Euch
- 4 Kommentare
- Backlinks












