25.07.2008, 15:20 Uhr
Die Überschrift ist geklaut. Aber sie ist so gut, dass ich's trotzdem mache und Johnny Haeusler um Verzeihung bitten muss.
Denn Johnny hat einfach Recht. Das Internet hat sein Leben zerstört. Und Deins. Und meins.
Ich lese zu viel. Ich speichere zuviel. Ich vergesse zu viel. Statt mir Dinge zu merken, merke ich mir nur noch, wo ich sie im Netz finden kann. Das speichere ich ab. Merken ist ja nutzlos, das Wissen explodiert sowieso.
Genau, zum Beispiel in der Wikipedia. Jetzt gibt es nicht mehr nur Wikipedia, sondern auch noch Google Knol. Ich habe noch nicht mal alle meine Feeds bei Bloglines unter Kontrolle, richte aber schon mal Twitbin ein, um mich alle 3 Minuten betwittern zu lassen. Nebenbei läuft Skype und Google Talk, parallel versteht sich. Damit ich auch noch persönlich angequatscht werden kann.
Ich kommuniziere zu viel. Und versuche nebenbei auch noch zu denken. Aber nur noch manchmal.
Da hilft nur noch, sich selbst zu reduzieren, nicht alles wahrzunehmen.
Und dieser Text? Ist schon wieder unsinniger Content. Weil Johnny ja bereits drüber geschrieben hat. Aber vielleicht liest es ja noch jemand, dessen Leben das Internet noch nicht völlig zerstört hat.
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Kommentare (9)
Nicht ganz so schlimm
(René, 25.07.2008, 15:46 Uhr #)
Bei mir ist es ähnlich aber nicht ganz so schlimm wie du es beschreibst. Mein RSS-Reader explodiert in aller Regelmäßigkeit auch mit Sach und Krach. Twitter nimmt im Grunde auch zu viel Zeit ein und zum bloggen kommen ich schon viel zu lange nicht mehr… apropos…
Ich merke mir manche Sachen schon noch gerne, auch wenn ich dann oft angeben kann, woher ich das habe/weiß. Gelesen wird auch ständig. Und wenn es nur sinnlose Blogeinträge oder Artikel auf SpOn onder sonst wo sind, die mich oft gar nicht interessieren, oder besser: nicht interessieren sollten.
Hilfe
(Christian, 25.07.2008, 15:48 Uhr #)
ich fürchte, ich bin auch betroffen. Wollen wir vielleicht eine Selbsthilfegruppe gründen? Ich könnte vielleicht schon mal eine Gruppe bei Facebook oder XING... ;-)
Gratulation
(Phil, 25.07.2008, 17:41 Uhr #)
Der Titel ist trotzdem gut. Das Internet ist nicht ganz so böse.
RE:
(Frank, 26.07.2008, 14:09 Uhr #)
Die Überschrift ist gut. Nun aber zum Rest. Ich denke hier ist jeder selber schuld, wenn er alles mit macht, was das Internet ausspuckt. Mein Feedreader explodiert zwar auch bald, das ist aber das einzige. Ich denke der nächste Hausputz im Reader sorgt wieder für mehr Freiraum. Twitter habe ich nie genutzt und werde ich auch nicht nutzen, ich bleibe meinen ICQ und der guten alten e-Mail treu.
jau
(Peter Schink, 26.07.2008, 17:42 Uhr #)
@Frank: Na klar, völlig richtig. Jeder ist selbst schuld - aber wer bringt uns eigentlich bei, das Internet nur soweit zu nutzen wie es Sinn macht und uns zeitlich nicht überfordert?
@Christian: Ich würde ja sagen, wir treffen uns mal wieder im Park auf einen Kaffee :)
Kommirnichmitkation!
(Dirk Nichttwitterer, 27.07.2008, 00:03 Uhr #)
Einfach nicht zu twittern bringt dich ganz weit voran ;)
nichttwittern geht gar nich
(Peter Schink, 27.07.2008, 16:09 Uhr #)
Webworker ohne Twitter ist wie Mensch ohne reden. Geht gar nicht.
iPhone
(Dirk, 27.07.2008, 22:47 Uhr #)
Ging doch vorher auch. Twittern ist wie iPhone: Famos, auch wenn man es nicht nutzt.
Dididi
(Möbi, 10.02.2011, 13:54 Uhr #)
Sebastian Homrighausen stinkt!
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