01.09.2007, 11:27 Uhr
MySpace ist zu erfolgreich. Neulich erzählte mir jemand, dass man die Plattform inzwischen wunderbar missbrauchen kann, um Spam abzusetzen. Ich habe es mal selbst getstet, das Prinzip ist wirklich unfassbar: Die Währung heißt Freunde.
Wer viele Freunde bei MySpace hat, kann sich glücklich schätzen. Die Plattform ermöglicht es, ein "Bulletin" an alle seine Kontakte zu posten. Das ist natürlich praktisch für Bands wie U2, die 119619 "Freunde" ihr Eigen nennen. Oder auch die Arctic Monkeys, die 59730 "Freunde" haben. Aber leider auch für Spammer.
Es ist ja allseits bekannt, dass in Internet-Marketing-Foren ganze Profile verkauft werden. Mit denen lässt sich dann prima Geld machen.
Bislang unbekannt war mir, wie einfach es ist, bei MySpace zum Spammer zu werden. Es gibt diverse Seiten, auf denen entsprechende Tools zum Download angeboten werden. Mit ihnen können Spammer tausende von Nutzer anpingen, um sie zu Freunden zu machen. Entsprechende Screenshots habe ich hier mal angefügt. Es ist also denklbar einfach, man muss nicht einen Wurm programmieren, um zu MySpace-Freunden zu kommen. Und es geht noch einfacher, einfach per Web-Oberfläche. zum Beispiel bei Friendstorm.
Das Ergebnis sieht man zum Beispiel hier. Das Business ist offenbar so attraktiv, dass sich Profile auch bei eBay für kleines Geld verkaufen lassen.
Myspace arbeitet natürlich daran, solche Tools und Spammer zu bekämpfen. Allerdings ist das Spammen offenbar so attraktiv, das ein regelrechtes Wettrüsten begonnen hat.
Da wünscht mansich doch nur noch eines: Niemals eine erfolgreich Community zu besitzen :)
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