03.01.2007, 16:48 Uhr
StudiVZ gehört nun komplett und vollständig zum Holtzbrinck-Verlag. Ändern soll sich natürlich nichts.
Seit heute Mittag steht es hochoffiziös im StudiVZ-Blog: Was schon lange gemunkelt wurde, ist jetzt offiziell. Das StudiVZ ist jetzt Tochtergesellschaft von Holtzbrinck. Sonst ändert sich angeblich erst mal nichts, alle Gesellschafter bleiben im Managment, heißt es.Startup-Finanzier Lukasz Gadowski freut sich mit und spricht von einem Mutmach-Signal. Im Spiegel steht bereits der Kaufpreis zu lesen, 100 Millionen "nach Informationen aus Branchenkreisen". Und der Focus will noch mehr wissen: In einem Bieterwettstreit habe der Springer-Verlag (mein Arbeitgeber) "nach FOCUS-Informationen" in letzter Minute ein 120-Millionen-Euro-Angebot nachgeschoben. Aber ohne Erfolg. Na sowas. Immerhin, die Jungs aus der hiesigen Welt-Online-Redaktion haben auch noch mal bei StudiVZ angerufen, demnach lag der Kaufpreis "deutlich unter 100 Millionen". [Update der Welt-Redaktion von kurz vor 18 Uhr: "Der Kaufpreis liegt 'über 50 Millionen Euro, aber deutlich unter 100 Millionen Euro', sagte Holtzbrinck-Manager Konstantin Urban."]
Glückwunsch, kann nur sagen. Wer hat hier eigentlich den großen Coup gelandet - Holtzbrinck oder die StudiVZ-Gründer?
Das dürfte der wohl bislang größte Web-2.0-Deal in Deutschland sein, nach der Teilübernahme der Lokalisten durch ProSiebenSat.1 und dem Verkauf von Sozeug an Spreadshirt. Aber bestimmt nicht der letzte, das Jahr 2007 wird spannend.
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Kommentare (6)
Springer als Arbeitgeber?
(Mark, 03.01.2007, 17:33 Uhr #)
Solangs nicht die Bild ist ...
geht so
(Peter Schink, 03.01.2007, 17:35 Uhr #)
ach, seit Springer sogar Zeitungen in Second Life rausgibt, sind die nicht mehr so schlimm ;)
Wirtschaftsfaktor?
(Cecile, 15.01.2007, 11:10 Uhr #)
Mich würde interessieren wo Holtzbrinck den wirtschaftlichen Faktor bei StzudiVZ sieht. die möglichkeit von massive´m scahlten von werbung auf der seite wird ja wohl nicht der grund sein.
ok, jeder will sich an der entwicklung der social networks beteiligen, jeder vermutet ein riesiges potential dahinter. aber was kann man wirklich damit machen? was ist 85 millionen wert? wäre mal interessant herauszufinden....
ca. 85 Mio "Ablöse" ;)
(Bastl, 26.01.2007, 00:28 Uhr #)
Der Wirtschaftsfaktor sind die Nutzerdaten,ganz einfach.Wofür sollte man denn sonst so viel Kohle hinblättern?!?!?
@Bastl
(Peter Schink, 26.01.2007, 22:54 Uhr #)
japp, so ist es....
Ökonomie
(DaHAr, 01.02.2007, 15:00 Uhr #)
Wenn man von Wirtschaftsfaktor spricht, darf man aba nich vergessen, welchen Fakter man darin sieht. Wirtschaft ist nicht nur in 2 kategorien aufgeteilt.
Wichtig bei StudiVZ is ja, das es alles angehende Hochschulabsolventen sind. Oder zumindest die Hochschule in irgendner Form besuchten.
Es ist ein Pool von Kontaktmöglichkeiten und Interessenorgas, und wenn man beobachtet, welche Gruppen eröffnet wurden, kann man sehen, wo und wieweit die Fantasien sind.
Verläger und dergleichen könnten daraus Ideen gewinnen und eventuell Szenen erschaffen, die bisher nur virtuell realisierbar sind.
Ob das nun 50, 85 oder 100 mio. € Wert sind, zeigt uns dann nur das Ergebnis.
Denn wie Einstein schon sagte:
"Der Wert der Leistung erkennt man anhand des geleisteten."
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